Wie entsteht ein Projekt bei CARE?

CARE weltweit – Unsere Arbeit in Zahlen

CARE steht seit rund 80 Jahren für schnelle und professionelle humanitäre Unterstützung und ist in 121 Ländern mit lokalen Büros vertreten. Unsere Teams sind besonders erfahren im Einsatz bei Naturkatastrophen, Krisen und Konflikten und können schnell lebensrettende Hilfe leisten. Im Jahr 2025 war CARE mit 1.671 Projekten in mehr als 120 Ländern aktiv. Wir sehen uns den 17 UN-Zielen für Nachhaltige Entwicklung verpflichtet, nach denen wir unsere Arbeit ausrichten.

Doch wie entsteht ein CARE-Projekt eigentlich? Der Ablauf Schritt für Schritt:

1. Bedarfsanalyse und Planung

CARE beobachtet und analysiert die Lage im Land und ermittelt den konkreten Bedarf. Informationen zur politischen Situation und zu benachteiligten Gruppen wie Frauen, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung fließen in diese Analyse ein. Daraus werden Maßnahmen entwickelt, die sowohl schnelle Hilfe nach Katastrophen als auch langfristige Entwicklungsprojekte – wie den Aufbau von Kleinspargruppen und Einkommensmöglichkeiten – umfassen.

2. Finanzierung und Ablauf

Die Projekte von CARE werden durch institutionelle Geber wie die Europäische Union, die österreichische Entwicklungszusammenarbeit International Partnerships Austria sowie durch private Spender:innen und engagierte Unternehmen und Sponsoren finanziert. Ihr Engagement schafft Perspektiven und Hoffnung für Menschen in Not.

3. Projektvergabe 

Für institutionelle Förderungen bewirbt sich CARE in einem ein- oder mehrstufigen Verfahren mit Projektanträgen, inklusive Kostenschätzung . Die Anträge werden von den Geldgebern sehr genau nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog geprüft. In Abstimmung mit dem CARE-Büro im jeweiligen Land werden lokale Partnerorganisationen, die zuvor sorgfältig ausgewählt werden, für die Umsetzung bestimmt.

Nach Vergabe wird ein ausführlicher Vertrag mit den vereinbarten Zielen und allen notwendigen Schritten abgeschlossen. Die Vorlaufzeit von der Einreichung bis zum Projektstart beträgt in der Entwicklungszusammenarbeit meist neun bis zwölf Monate, im Falle von Katastrophenhilfe geht es natürlich viel schneller. In der Nothilfe z.B. nach Erdbeben oder Wirbelstürmen startet ein Projekt schon nach zwei bis drei Monaten.

4. Lokale Partner & Umsetzung

Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen leistet CARE Nothilfe, fördert den Wiederaufbau und setzt Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit um. Rund 97 Prozent der CARE-Mitarbeitenden leben und arbeiten direkt in den jeweiligen Ländern und sind Teil der lokalen Gemeinschaften.

5. Laufzeit und Kontrolle 

Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit dauern meist zwei bis vier Jahre, in der Nothilfe sechs bis zwölf Monate. Verlängerungen sind bei vielen Geldgebern möglich, wenn diese gut begründet sind. Während und nach der Laufzeit erfolgen regelmäßige Kontrollen: Quartalsberichte der Länderbüros an CARE Österreich, Jahresberichte an die Geldgeber sowie interne und externe Prüfungen. Auch mehrere Jahre nach Projektabschluss können Kontrollen erfolgen.

Code of Conduct: CARE ist Mitunterzeichner des Verhaltenskodexes für die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und Nicht-Regierungsorganisationen der humanitären Hilfe.

Code of Conduct

CARE ist Mitunterzeichner des Verhaltenskodexes für die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und Nicht-Regierungsorganisationen der humanitären Hilfe:

  • Der humanitäre Imperativ steht an erster Stelle.
  • Die Hilfe orientiert sich allein am Grad der Bedürftigkeit – ungeachtet ethnischer, religiöser oder nationaler Aspekte.
  • Die Hilfe wird niemals zur Unterstützung eines politischen oder religiösen Standpunktes eingesetzt.
  • Wir lassen uns nicht als Instrument außenpolitischer Interessen der Regierung einsetzen.
  • Wir respektieren Kultur und Sitten.
  • Wir bemühen uns, die Katastrophenhilfe auf den lokalen Kräften aufzubauen.
  • Wir suchen nach Wegen, die Begünstigten ins Management der Nothilfe einzubeziehen.
  • Unsere Nothilfe muss genauso darauf zielen, die Anfälligkeit der Menschen für Katastrophen in der Zukunft zu senken, wie darauf, ihre Grundbedürfnisse zu stillen.
  • Wir machen unsere Hilfe messbar sowohl für jene, denen sie gilt, als auch für jene, die uns die Mittel zur Verfügung stellen.
  • In unserer Öffentlichkeitsarbeit und Werbung stellen wir die Betroffenen von Katastrophen als Menschen mit Würde dar, nicht als Objekte ohne Hoffnung.
Zwei Kinder halten CARE‑Hilfspakete vor einer Lehmwand – Symbol für schnelle humanitäre Nothilfe durch CARE Österreich. Zwei Kinder halten CARE‑Hilfspakete vor einer Lehmwand – Symbol für schnelle humanitäre Nothilfe durch CARE Österreich.

Grundsätze unserer Arbeit

„Do No Harm“:

Der „Do No Harm“-Ansatz bedeutet, durch unsere Hilfe keine negativen Folgen zu verursachen. CARE erkennt mögliche Risiken frühzeitig und wirkt ihnen gezielt entgegen.

Unsere Standards

CARE Österreich folgt dem Verhaltenskodex der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und dem Core Humanitarian Standard, einem Regelwerk zur Qualitätssicherung in der humanitären Hilfe.

Im Rahmen von CARE International gibt es globale Richtlinien, denen alle CARE-Mitgliedsländer und Mitarbeitende verpflichtet sind. Zum Schutz vor sexueller Belästigung, sexueller Ausbeutung, sexuellem Missbrauch und Kindesmissbrauch gilt die CARE International Safeguarding Policy.

Gegen Korruption und Betrug ist die Global Policy on Fraud and Corruption in Kraft.

Unser Anspruch
Mit klaren Prinzipien, bewährten Kontrollmechanismen und starker lokaler Verankerung setzt CARE alles daran, Menschen in Not nachhaltig und verantwortungsvoll zu unterstützen.

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