In Uganda und Ruanda sind Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen weit verbreitet. Sexualisierte Gewalt hat zwei Hauptursachen, nämlich die Ungleichheit der Geschlechter und die Armut, die durch Vertreibung verschärft wird. Zu der rasch wachsenden Bevölkerung kommen in der Region über eine Million Menschen, die vor Konflikten in den Nachbarländern Südsudan und DR Kongo geflüchtet sind. Frauen und Mädchen haben kaum Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen und tragen die Hauptlast der Armut. Anhaltende Konflikte und die Folgen des Klimawandels verschärfen die Lage zusätzlich.
CARE setzt sich daher mit dem Projekt GEAR (Gender Equality and Resilience) dafür ein, die Situation geflüchteter und einheimischer Frauen und Mädchen sowie junger Männer in Norduganda und Ostruanda zu verbessern. Das Projekt fördert Spargruppen, wirtschaftliche Unterstützung und Maßnahmen zur Gewaltprävention. Ziel ist es, Frauen und Mädchen zu stärken, ihre Rechte durchzusetzen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben in Sicherheit zu ermöglichen. Denn Gewalt gegen Frauen entsteht vor allem durch Geschlechterungleichheit und Armut, die durch Flucht und Vertreibung noch verstärkt werden.
Region
Nord-Uganda und östliche Provinz Ruandas, in und um Flüchtlingslager
Projektlaufzeit
01.04.2024 - 31.03.2029
Zielsetzung
Frauen stärken, Gewalt reduzieren
So wirkt Ihre Unterstützung
Stärken von Frauen
Mit € 3.690,- sichern Sie 25 Ehepaaren, in deren Partnerschaft Gewalt herrscht, Zugang zu Beratung und ein erprobtes Training zur nachhaltigen Gewaltreduktion und Geschlechtergerechtigkeit.
Bildung
Mit € 5.500,- gewährleisten Sie 100 marginalisierten Jugendlichen einen digitalen Grundkurs in wirtschaftlichen Kompetenzen.
Gründung von Kleinstunternehmen
Mit € 11.600,- ermöglichen Sie einer Gruppe von 40 Frauen ein berufliches Ausbildungstraining zur Friseurin, Schneiderin oder im Cateringbereich (inklusive Grundausstattung).
Die wichtigsten Maßnahmen
Coaching, Mentoring und Stärkung von Frauen und Mädchen innerhalb der von CARE gegründeten Spargruppen
Psychosoziale Betreuung von Frauen und Mädchen, die Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung erfahren haben
Unterstützung bei der Schaffung von Einkommen durch Gründungen und Ausbau von Kleinstunternehmungen, Trainings zu unternehmerischen Grundkenntnissen und Fertigkeiten
Schaffen von Zugang zu digitalen Finanzdienstleistungen
Programme, die dazu dienen, „positive“ Männlichkeit und Frauenrechte zu fördern und die gesellschaftliche Akzeptanz von geschlechtsspezifischer Gewalt zu reduzieren (Brechen von sozialen Normen)
Anwaltschaftliche Arbeit zur Verbesserung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen
Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel durch Förderung einer marktorientierten, klimasmarten Landwirtschaft
„Sicher fühle ich mich, wenn ich genug Geld gespart habe, um mein eigenes Geschäft zu gründen."
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