"Ich dachte,
wir sterben"

Als der Regen nicht mehr aufhörte, wurden die Tore des Massingir-Staudammes geöffnet. Sofort stieg das Wasser rasend schnell. Jobia (88) rannte mit ihren drei Enkelkindern in der Dunkelheit aus dem Haus. Sie hatten keine Zeit, etwas von ihrem Hab und Gut mitzunehmen. Jobia und die Kinder (13, 11 und 10 Jahre alt) flüchteten zum Haus von Verwandten. Doch auch dort waren sie nicht in Sicherheit. Die Fluten holten sie ein, überall war Wasser. Eine ganze Woche lang saßen sie auf dem Dach des Hauses, ohne Essen, ohne Schutz.

„Dort oben hatten wir nichts zu essen außer Regenwasser. Das Wasser stieg immer weiter, und es kam ein Moment, in dem wir dachten, wir würden dort sterben“, sagt Jobia. Die Kinder weinten vor Hunger und Kälte, während sie hilflos zusah, wie nicht weit entfernt ihr Zuhause einstürzte. „Ich konnte nichts retten. Ich habe sehr geweint.“

„Ich baue unser Haus wieder auf“

Jobia und die Kinder überlebten, doch sie standen vor dem Nichts. Mit Finanzierung durch die Europäische Union leistete CARE Mosambik in ihrem Dorf Nothilfe. Familien wie jene von Jobia erhielten ein Zelt, Ausstattung für die Notunterkunft und Bargeld für die dringendsten Ausgaben. Die Witwe sorgt alleine für die Kinder, deren Eltern im Ausland leben. „Ich konnte erst wieder schlafen, als CARE mir dieses Zelt gab“, sagt sie.

Jobia kaufte Lebensmittel, bezahlte Schulgebühren, beschaffte Schuluniformen und Sandalen für die Enkelkinder. Danach holte sie Baumaterial. „Ich baue unser Zuhause wieder auf“, sagt sie entschlossen. Ihr größter Traum ist ein Bett – und sie wünscht sich ein Dach aus Blech und vier fertige Wände.

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In einem Projekt mit der EU erhielt Jobia ein Zelt für sich und die Enkelkinder. Foto: CARE

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Jobia gibt nicht auf: Sie beschaffte Nahrung und Schulsachen für die Kinder. Foto: CARE

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Jobia baut ihr zerstörtes Haus wieder auf. Wände stehen schon. Foto: CARE

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