Hilfe für die
syrische
Gemeinschaft

Als Amel Aldirani (42) von der bevorstehenden Heirat von Aisha hörte, ging es dem Mädchen schon sehr schlecht. Aisha (15) sollte gegen ihren Willen verheiratet werden. Sie hatte einen gesundheitlichen Zusammenbruch und musste im Krankenhaus behandelt werden. Vom Stress fielen ihr die Haare aus.

Amel besuchte als „Community Activator“ Aishas Familie, die wie sie selbst ursprünglich aus Syrien stammt. In Adana in der Türkei haben viele syrische Geflüchtete Schutz gefunden. Amel gelang es, das Vertrauen von Aishas Vater zu gewinnen. „Nach unseren Gesprächen entschied sich der Vater, die Heiratspläne aufzugeben und Aisha stattdessen bei ihrer beruflichen Bildung zu unterstützen“, berichtet Amel. Heute macht Aisha online eine Ausbildung. Sie möchte als Krankenschwester arbeiten.

Amel stammt aus Aleppo. In Adana hat sich die Mutter von drei Kindern ein kleines Unternehmen aufgebaut, das Catering anbietet. „Ich hatte schon viele Freunde und Kontakte in der Gemeinschaft“, erzählt Amel. „Community Activator zu werden war für mich eine natürliche Fortsetzung dessen, was ich ohnehin schon tat.“

In Kursen von CARE lernte Amel z.B. Türkisch. Sie erhielt viele Informationen zu sozialen Fragen wie der Vorbeugung von Gewalt in Familien, dem Schutz vor Zwangsehen und der Förderung von Bildung von Kindern, die sie nun in der Nachbarschaft weitergibt. Amel ist mit vielen Familien in der syrischen Gemeinschaft in Kontakt. Ihre Arbeit basiert auf Kommunikation und Vertrauen. Sie baut Brücken für Menschen aus Syrien, die nun schon länger in der Türkei leben.

CARE unterstützt in einem Projekt mit der EU syrische Geflüchtete in der Türkei. CARE unterstützt in einem Projekt mit der EU syrische Geflüchtete in der Türkei.

Eine Schulung von CARE im türkischen Adana. Foto: CARE

CARE unterstützt gezielt Flüchtlinge in der Provinz Adana, damit sie über ihre Rechte informiert werden und notwendige Ausweis- und Personaldokumente erhalten. In speziellen Informationszentren bieten wir umfassende Rechtsberatung und lebenswichtige Informationen an. CARE-Teams sind vor Ort aktiv und betreiben eine Telefonhotline für schnelle Unterstützung in Notfällen.

Erfahren Sie hier mehr über das Projekt, das von der Europäischen Union unterstützt wird.

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