Lendita Krasniqi (Foto) schuftete jahrelang auf fremden Feldern, um ihren Kindern ein Studium zu ermöglichen. Heute baut Lendita auf ihrem eigenen Land eine Vielzahl an Gemüse- und Obstsorten an. Sie verkauft sie frisch oder eingelegt. Die Pflanzen auf ihrem Acker und in ihrem Glashaus gedeihen prächtig und liefern guten Ertrag.
Im CARE-Projekt „AKWA“ im Kosovo erhielt Lendita eine Förderung. Es stärkt Frauen in der lokalen Agrarwirtschaft. So konnte Lendita ein Gewächshaus errichten und ihren kleinen Betrieb weiterentwickeln. Jetzt kann sie unter besseren Bedingungen produzieren und ein stabiles Einkommen für sich und ihre Familie erwirtschaften.
Im Gewächshaus kann Lendita früher mit dem Anpflanzen beginnen. So hat sie mehr Ertrag. Foto: CARE
Lendita erntet Gemüse, das sie frisch verkauft oder eingelegt. Foto: CARE
Der Kosovo zählt zu den ärmsten Ländern Europas. Es gibt viele kleine Betriebe, doch der unermüdliche Einsatz und die harte Arbeit von Frauen finden im Agrarsektor oft zu wenig Anerkennung. Häufig fehlen ihnen auch die finanziellen Mittel für den Aufbau.
„Frauen sind das Rückgrat der ländlichen Wirtschaft im Kosovo, doch ihr Potenzial wird bei Weitem nicht ausgeschöpft“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Mit AKWA schaffen wir die Voraussetzungen, damit Frauen ihre wirtschaftlichen Rechte wahrnehmen, eigenständige Einkommen erwirtschaften und als gleichberechtigte Partnerinnen in ihren Familien und Gemeinden anerkannt werden.“
Regelmäßig organisierte Frauenclubs bieten den Landwirtinnen Raum, sich über wirtschaftliche Rechte und Geschlechtergleichstellung auszutauschen. Ergänzend dazu finden Gespräche mit männlichen Familienmitgliedern statt, um das Verständnis für die Rolle der Frau zu stärken. Auch die junge Generation wird eingebunden: Schulbesuche zu Landwirtinnen sollen bei Jugendlichen Interesse am Agrarsektor wecken. Auf politischer Ebene lernen die Frauen, ihre Interessen zu vertreten.