Bio-Anbau in Nepal

Rita Chaudhary (36) baut schon ihr ganzes Leben Gemüse an. Früher setzte sie auf herkömmliche Methoden und viele chemische Pestizide – das war nicht nur teuer, sondern schadete auch ihrer Gesundheit. Wie viele andere Bauern und Bäuerinnen in der Region kämpft Rita mit den Auswirkungen des Klimawandels wie extremer Hitze, unerwarteten Trockenperioden und weniger Regen. Ihre Erträge sanken drastisch – und damit das Einkommen, von dem die Familie mit vier Kindern leben muss.

Seit Rita am „Climate Smart Village“-Projekt in ihrem entlegenen Dorf Laxmipurpattari teilnimmt, das von CARE gemeinsam mit der nationalen Bauernvereinigung durchgeführt wird, hat sich ihr Leben verändert. In Schulungen lernte sie, natürliche Dünger wie Kompost und Jholmol* zu nutzen, auf schädliche Chemikalien zu verzichten und den Wasserverbrauch zu senken. Die erlernten Methoden unterstützen die Bauern und Bäuerinnen dabei, ressourcenschonend zu wirtschaften und gleichzeitig die Erträge zu steigern. Mit Hilfe des Projekts konnte Rita sogar ein kleines Gewächshaus bauen, in dem sie jetzt auch außerhalb der Saison frisches Gemüse zieht.

Das Projekt  zu mehr Nachhaltigkeit wird unterstützt vom Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft. 

„Ich bin sehr stolz darauf, dass ich in meinem neuen Gewächshaus saisonunabhängig Gemüse anbauen kann – und das ganz ohne Chemie. Meine Kinder bekommen jetzt gesundes Bio-Essen – direkt vom eigenen Feld“, erzählt Rita. Außerdem kann sie künftig das außerhalb der Saison angebaute Gemüse zu einem besseren Preis auf dem Markt verkaufen.

Rita schont mit den neuen Anbaumethoden nicht nur die Natur, sondern steigert auch ihr Einkommen. Die Umstellung auf Bio-Anbau hat ihre Ausgaben für Pestizide fast komplett eingespart, während ihr Ertrag um 30 Prozent gestiegen ist.

„Am Anfang waren viele skeptisch, als ich neue Wege gegangen bin. Aber jetzt sehen sie, dass es funktioniert – und sogar besser läuft als vorher“, sagt sie. Ihre Erfolge motivieren nun auch andere Bauern und Bäuerinnen, umweltfreundlichere Methoden auszuprobieren.

Rita gibt ihr Wissen weiter – besonders an andere Frauen. Ihr Ziel: Mindestens 50 Bäuerinnen sollen lernen, wie sie mithilfe von natürlichen Methoden und Gewächshäusern gesunde Lebensmittel anbauen und damit gutes Geld verdienen können.

Ritas Geschichte zeigt: Wenn Frauen Zugang zu Wissen und neuen Möglichkeiten bekommen, profitieren ganze Familien und Dorfgemeinschaften – und die Natur wird geschützt.

*traditioneller organischer Dünger und Pflanzenschutz

Rita gibt ihr Wissen an andere Bäuerinnen weiter. Foto: CARE

Ihnen ist Nachhaltigkeit wichtig?

Dann unterstützen Sie den Einsatz von CARE mit einer Spende!

Spenden Sie jetzt!

Zurück nach oben