Erfolgreich Ernten mit Gerste und Kartoffeln

„Kartoffeln haben mein Leben verändert“, sagt Tsehaye Nigatie (29) lachend. Die Mutter von zwei Kindern aus Selwa Kebele in der Region Amhara baute früher alle zwei Jahre Getreide auf ihrem Feld an. Wenn die Ernte verbraucht war, folgten Hunger und Schulden. Im Jahr 2024 schloss sie sich dem Projekt „Resilient Livelihoods and Sustainable Ecosystems in the Simien Mountains” (RELIVES) an und lernte neue Anbaumethoden. Tsehaye erhielt hundert Kilo Kartoffelknollen und versuchte damit ihr Glück. Schon ihre erste Ernte war bemerkenswert: fast 3,5 Tonnen Kartoffeln.

Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt hatte ihre Familie während der mageren Jahreszeit genug zu essen. Sie verkaufte etwa ein Drittel der Ernte und erwarb zwei Schafe. Zudem konnte sie Geld zurücklegen. Ermutigt durch diesen Erfolg pflanzte sie Gerste an. Die Ernte war erfolgreich – ihr Ertrag verfünffachte sich innerhalb von zwei Jahren. Die Kartoffeln hatten die Fruchtbarkeit des Bodens verbessert. Sie konnte das ganze Jahr anbauen und ernten. Von den Einnahmen aus dem Ackerland profitierte die ganze Familie. „Ich konnte meine Kinder gesund erhalten und sie regelmäßig in die Schule schicken“, berichtet Tsehaye. Auf dem Foto oben steht sie in ihrem Gerstenfeld.

Das Projekt RELIVES ist ein mit 3,3 Millionen Euro dotiertes Förderprogramm der Austrian Development Agency im Rahmen von International Partnerships Austria. 

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