Gemeinsam für Gesundheit und Gleichberechtigung

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Dieses Training war für mich ein Wendepunkt – als Mensch und als Journalistin“, erzählt Bissan Shallaldeh. Die 24-Jährige aus Sa’ir bei Hebron im Westjordanland war schon im Medienbereich aktiv, doch Gesundheitsthemen standen bisher selten im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Erst durch ihre Teilnahme am SEHATI-Projekt wurde ihr bewusst, dass ihre Arbeit eine wesentliche Rolle bei der Vermittlung von Wissen zu Gesundheit spielen kann.

Das Projekt, das von CARE und lokalen Partnern mit finanzieller Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit umgesetzt wird, stellt Gesundheitseinrichtungen medizinische Ausstattung zur Verfügung und hilft ihnen dabei, die Bevölkerung mit verlässlichen Gesundheitsinformationen zu versorgen. Durch gezielte Schulungen und breit angelegte Informations- und Aufklärungskampagnen sollen die Menschen vor psychischen Belastungen und geschlechtsspezifischer Gewalt geschützt werden.

„Ich habe gelernt, dass Journalismus mehr sein kann als reine Berichterstattung. Geschichten können Wissen vermitteln, Vorurteile abbauen und entscheidende Veränderungen bewirken – gerade bei Gesundheitsthemen und schwierigen gesellschaftlichen Fragen wie geschlechtsspezifische Gewalt oder Hygiene“, erklärt Bissan. Besonders in der COVID-19-Pandemie machte sie die Erfahrung, wie schnell sich Fehlinformationen verbreiten – und wie groß der Einfluss fundierter, sensibler Berichterstattung ist.

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Bissan möchte nicht nur Informationen vermitteln – sie möchte Dialoge anstoßen und damit insbesondere Mädchen stärken. Foto: CARE

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„Teamwork, insbesondere unter Frauen, bewirkt Veränderung“, sagt Bissan über die Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen. Foto: CARE

Motiviert durch das Training gründete Bissan mit Kolleginnen eine Gesundheitsinitiative an einer Mädchenschule in ihrer Heimat. „Für Mädchen ist es essenziell, verständliche und kulturell passende Informationen zu erhalten. Nur so erreichen wir wirklich alle und stärken das Bewusstsein für Prävention und Selbstfürsorge.“ Die Aktion brachte nicht nur die Schülerinnen zusammen, sondern auch die Frauen im Team selbst. Das Miteinander und gegenseitige Unterstützen gab allen das Gefühl, gemeinsam tatsächlich etwas zum Besseren bewegen zu können.

Heute sieht Bissan ihre Aufgabe nicht nur darin, Fakten zu berichten, sondern zuzuhören, Dialoge anzustoßen und gerade bei sensiblen Themen Wege zu finden, alte Barrieren zu überwinden. Sie möchte anderen zeigen, wie wichtig Solidarität, Aufklärung und die Stärkung von Frauen und Mädchen für eine gesunde Gemeinschaft sind.

Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.

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