Naturschutz und mehr Einkommen

Wie lassen sich die Bewahrung von Naturerbe und die Sicherung der Existenz von Landwirt:innen vereinbaren? In diesem CARE-Projekt in Äthiopien am Rande des Simien Mountains Nationalparks ist das gelungen.

Im Projekt „Resilient Livelihoods and Sustainable Ecosystems in the Simien Mountains National Park“ (RELIVES) erhielten Menschen in den umliegenden Ortschaften, insgesamt rund 168 Haushalte, verbessertes Futtersaatgut. Sie bekamen auch ein Schulungen darin, wie sie ganzjährig Tierfutter auf insgesamt 44 Hektar zuvor ungenutztem Land produzieren können. Das bringt für Mensch und Umwelt eine große Erleichterung. Denn zuvor hatte ein chronischer Mangel an Viehfutter dazu geführt, dass Bauern und Bäuerinnen mit Weidevieh in das Gebiet des Nationalparks auswichen. Das wiederum brachte das empfindliche Ökosystem unter Druck und in Gefahr.

Mit der neuen Bepflanzung für Futtermittel verbesserte sich die Lage rasch. Das Vieh war gesünder, sein Marktwert verdoppelte sich sogar. Dadurch stieg das Haushaltseinkommen, während zugleich die Beweidung im Nationalpark zurückging.

„Zum ersten Mal habe ich das ganze Jahr über genug Futter für meine Tiere. Ich lasse es nicht mehr im Park weiden,“ sagt Melaku Menberu, ein Landwirt aus dem Bezirk Beyeda. Insgesamt werden vier Gemeinden in der Region Amhara in der Nähe des Nationalparks unterstützt.

Das Projekt RELIVES wird von der Austrian Development Agency im Rahmen von International Partnerships Austria gefördert.

Landwirt Melaku Menberu hat zum ersten Mal das ganze Jahr Futter für sein Vieh. Zugleich ist sein Haushaltseinkommen gestiegen. Foto: CARE

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