Shanti Devi Mahato (33) erzählt strahlend von ihren Regenwürmern. Seit die Landwirtin aus Nepal die Wurmtiere einsetzt, um Bioabfall in Kompost zu verwandeln, gedeihen die Pflanzen auf ihren Feldern und bringen ihr steigende Erträge. „Der Wurmkompost hat meinen Boden und meine Existenz gerettet“, sagt sie (Foto rechts).
Zuvor hatte Shanti chemischen Dünger eingesetzt. Die Folge waren ausgelaugte Böden, gestörte Ökosysteme und finanzielle Unsicherheit. „Der Klimawandel mit unregelmäßigen Regenfällen, Dürren und plötzlichem Schädlingsbefall machte alles noch schlimmer“, berichtet sie.
Die Wende brachte das Projekt „Climate Smart Village Nepal“, das Landwirt:innen mit Unterstützung von CARE Nepal umsetzen. Shanti lernte Methoden zur Anpassung an die Klimakrise. Das waren etwa wassersparende Techniken wie Mulchen und die Wiederverwendung von Wasser für die Felder.
Doch der Durchbruch gelang mit den Regenwürmern. In nur drei Monaten entstanden so 1,5 Tonnen nährstoffreicher Bio-Dünger aus Kuhdung und Küchenabfällen. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen: „Meine Auberginen, Salate und Chilipflanzen wuchsen kräftiger, und Schädlinge traten deutlich seltener auf.“
Inzwischen gibt Shanti ihr Wissen aktiv weiter: „Ich habe bereits fünf Nachbarhaushalte angeleitet, ihre Ernteabfälle in wertvollen Kompost zu verwandeln. Gemeinsam haben wir etwa 2,5 Tonnen Dünger produziert.“ Die Wirkung ist doppelt positiv: „Wir sparen Geld und essen gesündere Bio-Lebensmittel“, sagt Shanti.
Shanti gehört zu einer wachsenden Gruppe von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Nepal, die innovative und klimafreundliche Methoden einsetzen. Sie tragen auch zu einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Zukunft des Landes bei.