Endlich wieder Wasser!

Zerstörte Leitungen, ausgefallene Pumpen, ganze Dörfer ohne Wasseranschluss – der Krieg in Syrien hatte die Infrastruktur zerstört. Wer Wasser brauchte, musste zahlen. Die Familie von Abdulhamid aus dem Umland von Al-Bab musste sich Wasser mit einem Tankwagen liefern lassen. „Das hat unsere Familie finanziell schwer belastet“, sagt er. Für Haushalte, die ohnehin mit steigenden Preisen kämpfen, wurde Wasser zur zusätzlichen Bürde – mit direkten Folgen für Gesundheit und Hygiene.

Mit Unterstützung der Europäischen Union gelang es CARE und der Partnerorganisation IYD in diesem Projekt, die Versorgung mit Wasser wiederherzustellen. Gebrochene Rohre wurden repariert, Sanitärsysteme erneuert und mit Solarenergie betriebene Pumpen installiert. In einer Region, in der Stromausfälle zum Alltag gehören, sichern Solaranlagen den Pumpenbetrieb und senken gleichzeitig die laufenden Kosten. „Jetzt haben wir zum Glück wieder jeden Tag Wasser“, sagt Abdulhamid. „Wir können es zum Trinken, zum Waschen und für unseren täglichen Bedarf nutzen.“

Solarenergie als Schlüssel

In Dörfern wie Wafr Saleh ist der Wandel greifbar. „Unser Leben hat sich völlig verändert, seit in unserem Dorf der Brunnen installiert wurde“, sagt der Bewohner Adham. Auch die Abwassersysteme wurden verbessert. Wo früher Abwasser offen durch Wohngebiete floss, läuft es nun in unterirdisch verlegten Leitungen. Damit ist die Gefahr der Ansteckung mit Krankheiten deutlich gesunken. Die Lebensqualität im Dorf ist gestiegen: „Der tägliche Kampf, ständig Wasser kaufen zu müssen, ist endlich vorbei.“ Was sich verändert, ist mehr als Infrastruktur. Das Projekt gibt den Menschen nach Jahren des Krieges ein Stück Normalität zurück.

Endlich wieder Wasser! Video über das Infrastrukturprojekt in Syrien

Das Projekt von CARE mit der EU brachte den Wasseranschluss ins Dorf zurück. Foto: CARE

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