„Die Freude kann man
gar nicht beschreiben“

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Anfang der 1950er-Jahre erhielt Dr. Gregor Rücker in der Wickenburggasse im achten Wiener Gemeindebezirk sein erstes CARE-Paket® aus den USA. Er lebt bis heute in dieser Wohnung.

Dr. Gregor Rücker wurde 1946 im Sudetenland geboren. „Bei minus 21 Grad. Meine Mutter hatte nur eine Flasche Lebertran, um mich zu ernähren“, erzählt er. Nach Kriegsende floh die Familie nach Wien, wo sie bei der Großmutter einzog.

Die Jahre nach dem Krieg waren für Familie Rücker entbehrungsreich. „Hunger gelitten habe ich keinen, aber irgendetwas aussuchen wie heute, das hat es nicht gegeben. Was auf den Tisch gekommen ist, haben wir gegessen“, sagt Rücker. Ein Erdäpfelgulasch bestand damals aus kaum mehr als Kartoffeln, etwas Paprika und Mehl. Eier galten als Luxus: Ein einziges kostete 1,20 Schilling – so viel wie ein Tramway-Fahrschein. Um Geld für Essen zu sparen, ging man laut Rücker deshalb lieber zu Fuß.

Umso kostbarer war die Unterstützung durch das CARE-Paket®. Rücker war damals noch ein Volksschulkind, doch die Erinnerung ist ihm bis heute geblieben, als er mit seiner Großmutter das Paket öffnete: „Es ist wirklich, als wäre es gestern gewesen. Die Freude kann man gar nicht beschreiben.“

Zwei Dinge daraus haben sich besonders tief eingeprägt. Das erste war eine Kilogramm-Dose Kokosfett. „So etwas hatte kein Mensch gekannt. Wir haben es zum Kuchenbacken verwendet, aber man hätte es auch aufs Brot schmieren können.“ Die leeren Dosen selbst wurden nicht weggeworfen, sondern von Rückers Vater zu einem Bügeleisenständer umfunktioniert.

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Dr. Gregor Rücker erinnert sich an sein erstes CARE-Paket®: „Die Freude kann man gar nicht beschreiben.“ Foto: Lukas Kamleithner/CARE

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„Es gibt so viele Menschen auf der Welt, die Hilfe brauchen“, sagt Dr. Gregor Rücker im Gespräch mit CARE-Mitarbeiterin Eva Draxler. Foto: Lukas Kamleithner/CARE

Das zweite war eine Dose mit eingelegten Fischen: „Die waren größer als eine Sardine, vielleicht ein bisschen kleiner als ein Hering. Ein mir unbekannter Fisch, der aber wunderbar geschmeckt hat. Aber das Beste war das Öl, in dem er gelegen ist. Das habe ich mit Brot so rausgetrunken. Es hat so gut geschmeckt.“

Die Unterstützung, die der pensionierte Allgemeinmediziner damals erhielt, erfüllt Rücker bis heute mit Dankbarkeit und dem Antrieb, konkrete Hilfe weiterzugeben. Im Laufe seines Lebens übte er deshalb viele verschiedene Berufe aus. Sein Medizinstudium finanzierte er als Fahrschullehrer und bildete später Taxilenker aus. Als Allgemeinmediziner arbeitete er auch im Ausland, wo er unter schwierigsten Bedingungen Menschen half.

Bis heute spendet Rücker auch regelmäßig an CARE: „Ich erinnere mich immer noch, wie sehr ich mich über das CARE-Paket gefreut habe. Es gibt so viele Menschen auf der Welt, die Hilfe brauchen. Ein gewisses Verantwortungsgefühl für die Mitmenschen muss man doch auch haben.“

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