Was braucht es für mehr Erfolg in der Milchproduktion? Eine Melkmaschine! Sie ist der ganze Stolz von Bäuerin Selvie Hoti. Die Arbeit auf ihrem Hof im kleinen Dorf Revuq im Kosovo geht ihr dadurch schneller von der Hand. Selvie und ihr Mann halten neun Kühe. Sie verkaufen Rohmilch, stellen aber auch Käse und Buttermilch her.
Birgit Niessner, die Präsidentin von CARE Österreich, schaute sich vor Ort an, wie die Förderung aus dem CARE-Projekt „AKWA“ das Leben von Selvie veränderte. Die Landwirtin gehört zu den Frauen, die beim Aufbau eines Einkommens unterstützt wurden. Ihre Kühe sind bei bester Gesundheit und werden ausschließlich mit natürlichem Futter aus eigenem Anbau gefüttert. Neben der Milchwirtschaft bauen Selvie und ihre Familie Mais, Hafer und Bohnen an. Sie haben auch Hühner und eine kleine Schafherde.PPräsidentin: Dr. Birgit Niessner räsidentin: Dr. Birgit Niessneräsidentin:Dr. Birgit Niessner Präsidentin: Dr. Birgit Niessne
Birgit Niessner (r.) mit Selvie Hoti und ihrem Mann. Foto: CARE
Die Familie möchte die Produktion von Milchprodukten weiter ausbauen. Foto: CARE
CARE-Präsidentin Birgit Niessner informierte sich über die Herausforderungen für Agrarbetriebe im Kosovo. Foto: CARE
Bäuerin Vjollca Mustafa aus der Ortschaft Llazareva nutzte die Förderung aus dem CARE-Projekt für ein 50 m² großes Gewächshaus. So kann sie früher anbauen und bessere Erträge erwirtschaften. Für Herbst und Winter hat sie Spinat und Zwiebeln gepflanzt, im Sommer möchte sie Tomaten und Paprika anbauen. Vjollca möchte ihr Gemüse direkt an die Menschen in der Nachbarschaft verkaufen. Sobald es ihr gelingt, mehr zu produzieren, wird sie es auch am Markt anbieten.
Die erste Saat im Gewächshaus gedeiht prächtig. Vjollcas Ziel ist, Solarpaneele zu installieren und mit Sonnenenergie die Anbauzeit zu verlängern. Das Projekt zur Stärkung von Frauen in ländlichen Regionen des Kosovo wird vom Land Vorarlberg unterstützt.
Vjollca Mustafa (Mitte) zeigt ihr Gewächshaus. Links im Bild: Daniel Seller, Programmdirektor von CARE Österreich. Foto: CARE
Ein Projekt, das Kreislaufwirtschaft vorantreibt, ist Eco Kos. Es ist das erste lizenzierte Unternehmen im Kosovo für die Entsorgung von gebrauchtem Speiseöl. Seit 2018 hat Eco Kos ein landesweites System für die Sammlung, den Transport und die Verarbeitung des Öls aufgebaut. Die geordnete Verwendung und die Weiterverarbeitung leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Sonst würde das Altöl in Gewässern oder auf andere schädliche und gefährliche Weise entsorgt.
Eco Kos arbeitet mit lokalen Partnern, aber auch mit Firmen in Nordmazedonien und in Österreich zusammen. Die Firma sammelt Speiseöl von Restaurants in Pristina, filtert es und bringt es in die Steiermark, wo es zu Biodiesel umgewandelt noch einmal zum Einsatz kommt. Gemeinsam mit dem lokalen PartnerECIKS unterstützt CARE das Unternehmen in diesem Projekt. Es wird von der Austrian Development Agency im Rahmen von International Partnerships Austria und durch das Kosovarische Ministerium für Industrie, Unternehmertum und Handel gefördert.
Birgit Niessner (Mitte) erfährt mehr über die Sammlung und Weiterverwendung von Speiseöl. Foto: CARE