Es ist der 17. Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo seit 1976. Am 15. Mai 2026 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Lage als Gesundheitsnotstand mit grenzüberschreitendem Risiko ein. Die Hilfsorganisation CARE bereitet derzeit Nothilfemaßnahmen für bis zu eine Million Menschen vor und ruft die internationale Gemeinschaft dringend auf, die dafür notwendige Finanzierung sicherzustellen. Ohne ausreichend Mittel ist die Gesundheitsversorgung in der DR Kongo und auch in den Nachbarländern gefährdet. Damit steigt das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus. 

Gegen den grassierenden Ebola-Stamm Bundibugyo gibt es bislang keine zugelassene Impfung. Frühzeitiges Handeln ist daher entscheidend. CARE arbeitet eng mit dem kongolesischen Gesundheitsministerium, der WHO und Partnerorganisationen zusammen. Im Mittelpunkt der Nothilfe stehen die Bereitstellung von Wasser-, Hygiene- und Sanitärversorgung sowie präventive Aufklärung, um Übertragungsketten zu unterbrechen. Die Maßnahmen richten sich zunächst an 500.000 bis eine Million Menschen in betroffenen und besonders gefährdeten Gebieten. Dazu zählen die Provinz Ituri, wichtige Gesundheitszonen in Nord-Kivu sowie ausgewählte städtische und grenzüberschreitende Standorte. 

Die Hilfe soll vorrangig Gemeinden in aktiven Übertragungsgebieten, Gesundheitspersonal im direkten Kontakt mit Erkrankten sowie Vertriebene und mobile Bevölkerungsgruppen, die schwer erreichbar sind und kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben, erreichen. Dazu gehören insbesondere Frauen und Mädchen. Als Hauptpflegepersonen und Ersthelferinnen sind sie einem überproportional hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Gleichzeitig erfahren sie häufiger geschlechtsspezifische Gewalt und stoßen auf mehr Hürden beim Zugang zu Gesundheitsversorgung. 

Der Ebola-Ausbruch trifft die Bevölkerung der DR Kongo in einer besonders schwierigen Zeit: „Tausende Frauen und ihre Familien im Osten des Landes kämpfen bereits mit Hunger, Vertreibung und geschlechtsspezifischer Gewalt. Jetzt sehen sie sich auch noch der schrecklichen Bedrohung durch Ebola ausgesetzt“, sagt Amadou Bocoum, CARE-Länderdirektor in der DR Kongo. „CARE verfügt über jahrelange Erfahrung im Umgang mit diesem tödlichen Virus. Doch heute müssen wir mit deutlich weniger Mitteln arbeiten, um das Gesundheitssystem zu unterstützen, das kurz vor dem Zusammenbruch steht. Die Kombination aus der ohnehin dramatischen humanitären Lage und der Ausbreitung dieses hochansteckenden Virus könnte verheerende Folgen haben.“ 

Spenden für die Katastrophenhilfe werden dringend benötigt:
CARE Österreich Spendenkonto IBAN: AT77 6000 0000 0123 6000 oderonline

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