Die humanitäre Lage in Sri Lanka ist nach der Zerstörung durch Wirbelsturm „Ditwah“ weiter ernst . Nach starken Regenfällen trafen weitreichende Überschwemmungen und Erdrutsche über 2,4 Millionen Menschen. Mindestens 618 Menschen sind bei der Katastrophe im Dezember ums Leben gekommen. Hunderte Menschen sind bis heute vermisst.
Etwa 265.000 Menschen wurden vertrieben und leben nun bei Verwandten. In 373 Notunterkünften sind mehr als 35.000 Menschen untergebracht. Die Schäden an Eigentum und Wohngebäuden sind groß. Rund 6.100 Häuser wurden vollständig zerstört und 114.250 teilweise beschädigt. Zerstörte Straßen und Stromnetze müssen erst wieder aufgebaut werden.
Etwa 12.000 Familien mussten ihr Zuhause verlassen, weil es in Gebieten mit hohem Risiko für Erdrutsche liegt. Der Wirbelsturm hat große Teile der Landwirtschaft vernichtet. Über 65.000 Hektar an Feldern gingen verloren. Schlamm ist in die Wassertanks von Dörfern gedrungen. Wann die Felder wieder bepflanzt werden können, ist ungewiss.
Das Welternährungsprogramm berichtet, dass mehr als ein Drittel der Familien in den betroffenen Gebieten ihre Vorräte an Nahrung aufgebraucht haben und nun nicht mehr genug zu essen haben. 15.000 Kinder sind von akuter Unterernährung bedroht.
CARE leistet lebensrettende Soforthilfe. Chrysalis, wie die lokale Organisation von CARE in Sri Lanka heißt, ist im Noteinsatz. Dringend gebraucht werden sauberes Wasser, Nahrung, Notunterkünfte und Hygieneartikel.
Bislang hat Chrysalis etwa 3.494 Menschen mit Lebensmitteln versorgen können. 12.733 Menschen erhielten z.B. Wasser und Hygieneartikel. Notunterkünfte und dringend benötigte Haushaltsgegenstände wurden für rund 3.000 Menschen bereit gestellt. Mehr als tausend Menschen unterstützte Chrysalis mit Gesundheitsversorgung.
Auch CARE Österreich beteiligt sich finanziell an der Nothilfe für Sri Lanka. Wie es dem lokalen Team gelungen ist, in der Katastrophe schnell Hilfe zu mobilisieren und Hilfsgüter zu Menschen in Not zu bringen, beschreibt Ashika Gunasena, die Geschäftsführerin von Chrysalis, im „CARE in Action“ Podcast im Gespräch mit Andrea Barschdorf-Hager (Geschäftsführerin von CARE Österreich). Hören Sie hier direkt rein!
Viele Familien in Sri Lanka haben in den Fluten alles verloren. Sie brauchen dringend Hilfe. Foto: Chrysalis
CARE Österreich unterstützt den Noteinsatz von Chrysalis finanziell. Foto: Chrysalis
„Diese Katastrophe erinnert uns daran, wie anfällig Südasien insgesamt gegenüber dem Klimawandel ist“, sagt Ashika Gunasena, Geschäftsführerin von Chrysalis. „Von Sri Lanka bis Indien und Pakistan sind immer Frauen und Mädchen, die in Armut leben, am stärksten betroffen.“
Frauen und Mädchen sind bei Katastrophen erhöhten Risiken ausgesetzt. Da ihre Häuser zerstört und die Notunterkünfte überfüllt sind, schlafen Familien im Freien oder in provisorischen Unterkünften ohne Beleuchtung, sichere Waschräume oder Privatsphäre.
Familien in Sri Lanka stehen nun vor der schwierigen Aufgabe, ihr Leben nach den Überflutungen wieder aufzubauen. Sie brauchen Unterstützung, die über die unmittelbare Hilfe hinausgeht und ihnen dabei hilft, ihre Häuser und ihre Lebensgrundlage wiederherzustellen.
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