Wenn ein Zelt
das Zuhause ist

Die schlimmsten Gefechte sind schon länger vorbei. Doch in den informellen Siedlungen von Ar-Raqqa im Nordosten von Syrien geht der Kampf ums Überleben weiter. Zelte, die nie als dauerhafte Unterkunft gedacht waren, sind zu einem unfreiwilligen Zuhause für tausende Familien geworden.

Mit Unterstützung der Europäischen Union (EU) hilft CARE vor Ort, um die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Sie erhalten z.B. Bargeld für dringend nötige Einkäufe oder die Bezahlung von medizinischer Hilfe. Zum CARE- Projekt  gehören auch Informationsveranstaltungen, Förderung von Hygienemaßnahmen und die Organisation von Abfallentsorgung.

Eine Matratze und ein Arztbesuch

Fatma verließ vor über elf Jahren ihre Heimat in Al-Badia. Früher lebte ihre Familie von der Schafzucht und wohnte in einem eigenen Haus.  Der Krieg nahm Fatma einen Sohn, seine Frau und seine Kinder. Ein anderer Sohn überlebte – gezeichnet von Splitterwunden. Fatma selbst kämpft mit schweren Rückenproblemen.

Die Familien im Camp helfen einander gegenseitig, wann immer ihnen das möglich ist. Fatma bekam z.B. eine Matratze, auf der sie nun schläft. Mit der Bargeldunterstützung von CARE, die durch die EU finanziert wird, konnte Fatma wegen ihrer Rückenschmerzen endlich einen Arzt aufsuchen.

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Fatma lebt seit elf Jahren in einer Notunterkunft in einem Zelt. Foto: CARE

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"Meine Kinder fragen mich nach Süßigkeiten. Ich wünschte, ich könnte sie ihnen kaufen", sagt Um Hasan. Foto: CARE

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Das Haus von Um Hasan ist zerstört. Die Rückkehr in ihren Heimatort ist ungewiss. Foto: CARE

Um Hasan stammt aus Deir-ez-Zor. Ihr Haus existiert nicht mehr. „Es ist vollständig zerstört“, sagt sie knapp. Nun versorgt sie allein elf Kinder, darunter eine Tochter mit besonderem Pflegebedarf.  Im Zelt zu leben, ist hart. „Bei starken Stürmen müssen wir das Zelt manchmal verlassen und im Unwetter draußen stehen, weil es fast zusammenbricht“, berichtet sie.

Trotz allem denkt Um Hasan zuerst an ihre Kinder:  „Sie fragen mich nach Süßigkeiten und Kleidung. Als Mutter wünscht man sich immer, ihnen etwas geben zu können.“ Wie viele Familien hat auch Um Hasan die Hoffnung auf Rückkehr in ihren Heimatort noch nicht aufgegeben. Doch wann oder ob sie nach Hause kommen kann, ist ungewiss.

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