Hinter CARE Österreich steht ein engagiertes Team von 47 Mitarbeitenden –
an der Spitze Geschäftsführerin Andrea Barschdorf-Hager.
Seit mehr als 30 Jahren ist sie international in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe tätig. Ein klarer Wertekompass und die Überzeugung, dass nachhaltige Veränderung möglich ist, prägen ihr Handeln. Was sie antreibt – und warum ihr besonderer Einsatz Frauen und Mädchen in den ärmsten Regionen der Welt gilt – erfahren Sie hier.
Beiträge und Interviews
Humanitäre Hilfe unter Druck
Im Mai war CARE Österreich-Geschäftsführerin als Podiumsgast im österreichischen Parlament („Hat internationale Hilfe noch eine Zukunft?“) und als Keynote-Speakerin beim Club 0,7 % im Außenministerium (BMEIA).
Dr. Andrea Barschdorf-Hager (Mitte) hielt auf Einladung von Dr. Desirée Schweitzer, Botschafterin a.D., (rechts) und Botschafter Dr. René Amry (links) einen Vortrag über die Folgen und Auswirkungen budgetärer Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene.
Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Folgen globale Kürzungen der humanitären Hilfe für Millionen Menschen haben – und wer in Krisen vergessen wird.
Weltweit sind rund 300 Millionen Menschen auf humanitäre Unterstützung angewiesen, während die verfügbaren Mittel gleichzeitig um rund 50 % zurückgehen. Internationale Hilfsprogramme sind eng miteinander verknüpft: Zieht sich ein Geberland zurück, hat das unmittelbare Folgen – Ernährungsprogramme werden eingestellt, Gesundheitszentren schließen und Schutzangebote für Frauen und Mädchen fallen weg.
Gesichter hinter den Zahlen: Andrea Barschdorf-Hager machte deutlich, dass hinter jeder Budgetzahl Menschen mit ihren Schicksalen wie Laila, Samia, Tetiana und Millionen mehr stehen: Laila lebt mit ihrer Familie in einem Zeltlager in Nordwest-Syrien ohne verlässliche Wasserversorgung. Samia brachte ihren schwer unterernährten Sohn Abakar in ein CARE-Ernährungszentrum im Osten des Tschad, wo Aufbaunahrung sein Leben rettete. Tetiana aus der Ukraine erlebte mehr als tausend Tage Krieg: „Es gibt den Keller und sonst nichts. Es gibt kein Leben.“
Frauen als Trägerinnen von Lösungen: Frauen sind nicht nur Betroffene von Krisen – sie tragen entscheidend zu Lösungen bei. Eine aktuelle CARE-Studie zeigt: 91 % von 13.000 befragten Frauen in 15 Konfliktländern unterstützen aktiv ihre Gemeinschaften – sie organisieren Evakuierungen, kochen für Geflüchtete, leisten psychosoziale Hilfe und sichern das Überleben ihrer Familien. Investitionen in Bildung und Gesundheit von Frauen sind deshalb sowohl ethisch geboten als auch ökonomisch sinnvoll.
Von Empfänger:innen zu Geber:innen – 80 Jahre CARE-Paket®: Vor 80 Jahren waren Menschen in Wien, in Österreich, in ganz Europa selbst auf Hilfe angewiesen. CARE-Pakete® gaben Überlebenden wie Franz (87) und Waltraud (83)nicht nur Nahrung, sondern auch Hoffnung – das Gefühl, nicht vergessen zu sein. CARE ist von einer kleinen Organisation zu einem globalen Akteur und Österreich vom Empfänger– zu einem Geberland geworden.
Was Österreich jetzt tun sollte: In einer Zeit, in der andere Geberländer sich zurückziehen, ist Österreichs Verlässlichkeit ein sicherheitspolitischer Faktor und ein Hebel für europäische Glaubwürdigkeit. Es braucht planbare, mehrjährige Zusagen in der Entwicklungszusammenarbeit als klare Signale für Stabilität.
Gemeinsam für die Menschen in Not: CARE arbeitet seit Jahrzehnten eng mit lokalen Partnerorganisationen, Geberländern und internationalen Institutionen zusammen. Diese Verlässlichkeit ist die Grundlage wirksamer humanitärer Hilfe mit dem Fokus auf Menschen in Not. Das Versprechen, niemanden zurückzulassen, bleibt Leitlinie – heute genauso wie vor 80 Jahren, als das erste CARE-Paket® in Wien ankam.
CARE-Fakten 2025
CARE in 121 Ländern im Einsatz.
Hilfe für 58,7 Millionen Menschen.
Bedarf an humanitärer Hilfe steigt.
Weltweit 300 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.
Goldenes Ehrenzeichen für Andrea Barschdorf-Hager
Höchste Auszeichnung für Verdienste um die Republik Österreich
Botschafter Dr. Peter Huber, Sektionsleiter für Internationale Partnerschaften und Humanitäre Hilfe des BMEIA würdigt die Verdienste der CARE Österreich Geschäftsführerin Dr. Andrea Barschdorf-Hager.
Am 16. April 2026 wurde die Geschäftsführerin mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich geehrt. Botschafter Dr. Peter Huber überreichte die Auszeichnung und würdigte ihren Einsatz als Ausdruck gelebter internationaler Verantwortung. Seit über 30 Jahren setzt sie sich dafür ein, dass Menschen weltweit Unterstützung, Perspektiven und Würde erfahren. „Diese Auszeichnung ist für mich Auftrag und Verantwortung zugleich“, so Barschdorf-Hager.
Die Ehrung gilt zugleich dem gesamten Team von CARE Österreich sowie den Partnerorganisationen weltweit, die täglich unter oft herausfordernden Bedingungen für Menschen in Not im Einsatz für eine gerechtere Zukunft sind.
Das CARE-Team freut sich über die Verleihung der höchsten Auszeichnung der Republik Österreich. v.l.n.r.: Elisabeth Schreiber, Sonja Tomandl, Claudia Filip-Schaffer, Teresa Holzapfel, Chea Ung, Lukas Kamleithner, Eva Stockhammer, Andrea Barschdorf-Hager, Katharina Katzer, Clara Pfannkuch, Daniel Seller, Reinhard Trink, Monika Lackner.
Wolfram Barschdorf, Ehemann der Preisträgerin, und ihre Verwandten Sabine (re) und Florian (li) Jeschek.
Die CARE-Sponsoren Fabian Kaufmann (CEO CC Real, li.) und Byron Haynes (Chairman of the General and Supervisory Board NOVOBANCO SA; Chairman of the Audit Committee N26 SE & N26 Bank SE) gratulieren Andrea Barschdorf-Hager zur Auszeichnung.
Aktuelle und frühere Vertretungen des BMEIA (v.ln.r): Dr. Peter Huber, Dr. Désirée Schweitzer, Dr. Andrea Barschdorf-Hager, Dr. Rudolf Lennkh, Dr. Wolfgang Petritsch.
Dr. Désirée Schweitzer (Botschafter a.D., li.), und Dr. Sabine Haag (ehemalige Generaldirektorin KHM Wien, re.) freuen sich mit Dr. Andrea Barschdorf-Hager über die Auszeichnung..
Dr. Ralph Martens (Aufsichtsratsvorsitzender, Ring International Holding AG und früherer CARE-Präsident) gratuliert Dr. Andrea Barschdorf-Hager zur Würdigung.
Monika Cetin (li.) und Eva Pölzl (TV-Moderatorin, re.) bei der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich.
Dr. Tamara Kapeller (Aufsichtsrätin BAWAG Group AG) gratuliert der Preisträgerin.
Gemeinsam stark in herausfordernden Zeiten
Beim Treffen der europäischen CARE-Führungskräfte in Bonn stand der enge Austausch und die gemeinsame strategische Ausrichtung im Mittelpunkt. Die zentralen Fragen sind drängend: Wie setzen wir unsere Ressourcen noch effizienter ein? Wie bleiben wir als Konföderation wirkungsvoll – in einer Welt mit zunehmenden Krisen und zugleich sinkenden Fördermitteln? Die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit verändern sich spürbar. Umso wichtiger ist es, unsere Zusammenarbeit weiter zu stärken, Strategien abzustimmen und Kräfte zu bündeln.
Für CARE Österreich ist es eine große Stärke, Teil dieses internationalen CARE-Netzwerks zu sein. Gerade in volatilen Zeiten ermöglicht uns der enge Austausch, unsere Arbeit weiterzuentwickeln, unser humanitäres Mandat für Millionen von Menschen in über 120 Ländern wahrzunehmen – bei Katastropheneinsätzen, im Einsatz gegen Armut & Hunger und für die Rechte von Frauen und Mädchen.
Video-Statements der Geschäftsführung
In diesem Kurzvideo spricht CARE-Geschäftsführerin Andrea Barschdorf-Hager über 80 Jahre CARE und den nach wie vor gültigen Auftrag von CARE. Herzlichen Dank an CCREAL für die Unterstützung dieser Videoproduktion!
CARE in Action: Oliver Lingens, ORF Head of Event - ESC 2026
Selbst unser Herr Bundespräsident hat schon einen „Tanzschein" – jetzt auch CARE Österreich! In Folge #142 spricht Andrea Barschdorf-Hager mit Oliver Lingens, ORF-Eventmanager des Eurovision Song Contest 2026, über Schnitzel-Backkurse, Singalongs im Pensionist:innenheim und ein Event, das Wien als ganze Stadt sowie ganz Österreich zum Tanzen bringt. Der „CARE in Action"-Podcast wird gesponsert von CC Real.
Seit 2021 moderiert Andrea Barschdorf-Hager den „CARE in Action“-Podcast. Dort lädt sie regelmäßig Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Zivilgesellschaft ein, um gemeinsam über aktuelle gesellschaftliche und globale Herausforderungen zu sprechen. Im Fokus stehen Fragen wie: Wie lässt sich humanitäre Hilfe wirksamer gestalten? Was bedeutet soziale Gerechtigkeit in einer vernetzten Welt? Und welchen Beitrag leisten Frauen und Mädchen im Kampf gegen Armut und Ungleichheit?
Wir bedanken uns bei CCREAL für die Unterstützung der Produktion unserer Podcasts.