Hinter CARE Österreich steht ein engagiertes Team von 47 Mitarbeitenden –
an der Spitze Geschäftsführerin Andrea Barschdorf-Hager.
Seit mehr als 30 Jahren ist sie international in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe tätig. Ein klarer Wertekompass und die Überzeugung, dass nachhaltige Veränderung möglich ist, prägen ihr Handeln. Was sie antreibt – und warum ihr besonderer Einsatz Frauen und Mädchen in den ärmsten Regionen der Welt gilt – erfahren Sie hier.
Beiträge und Interviews
KI für alle – nicht für wenige
Vom 12. – 14. August 2026 fand die UN-Konferenz „AI for Development Countries“ in Genf statt. Unter den Teilnehmenden war Andrea Barschdorf-Hager gemeinsam mit ihrer Assistentin Clara Pfannkuch dabei.
Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich (re.), und ihre Assistentin Clara Pfannkuch (li.) nahmen in Genf an der UN-Konferenz teil. Im Mittelpunkt standen Chancen und Herausforderungen künstlicher Intelligenz für Entwicklungsländer sowie innovative Lösungen für nachhaltige Entwicklung.
Über 500 Delegierte aus mehr als 150 Ländern diskutierten in Genf, wie Künstliche Intelligenz zu fairer und nachhaltiger Entwicklung beitragen kann. Eine zentrale Erkenntnis: KI muss für alle Menschen zugänglich sein – nicht nur für große Länder und Konzerne. Besonders wichtig ist dies in Bildungssystemen, die sich weltweit bereits heute mit KI-Einsatz auseinandersetzen. Ein Problem dabei: Die meisten der 7.000 Sprachen dieser Welt werden von heutigen KI-Systemen kaum unterstützt.
Derzeit wird KI-Entwicklung von wenigen großen Unternehmen und Ländern geprägt. Zwei Drittel der Menschheit – der globale Süden – hat dabei keine Gestaltungsperspektive. Barschdorf-Hager verfolgte die Diskussionen mit Blick auf diese Ungerechtigkeit. Die Leitsprüche der Konferenz weisen den Weg: „The future belongs to the many“ und „Small takes the lead“ – Forderungen, um die Menschen des Globalen Südens, kleine Unternehmen, kleine Staaten und lokale Innovationen zu inkludieren und künftig mitentscheiden zu lassen. Nur so kann KI wirklich für alle zugänglich und gerecht sein.
80 Jahre CARE: Vom historischen CARE-Paket® zur neuen Generation des CARE-Nothilfe-Pakets
Ein Stück Weltgeschichte feiert Jubiläum: Vor über 80 Jahren wurde das erste CARE-Paket® gepackt. Aus diesem Anlass war Andrea Barschdorf-Hager am 7. August 2026 im ORF-Frühstücksfernsehen „Guten Morgen Österreich“ zu Gast.
7. August 2026, 6 Uhr in der Früh: Andrea Barschdorf-Hager freut sich auf ihren Gastauftritt bei "Guten Morgen Österreich", die beliebte ORF-Frühstückssendung.
Hier eine Aufnahme direkt von der Sendung: im angeregten Gespräch mit Eva Pölzl, Moderatorin der am 7. August 2026 ausgestrahlten ORF-Frühstückssendung „Guten Morgen Österreich".
Nach der Sendung und hinter den Kulissen von „Guten Morgen Österreich" am 7. August 2026. Mediale Frauenpower beim ORF-Frühstücksfernsehen – v.l.n.r.: Katharina Katzer (Leitung Kommunikation CARE Österreich), Andrea Barschdorf-Hager (Geschäftsführung CARE Österreich), Eva Pölzl (Moderatorin von „Guten Morgen Österreich").
Im Gespräch mit Eva Pölzl nahm sie die Zuseher:innen mit auf eine Zeitreise – von den Anfängen der CARE-Pakete®, die im Nachkriegsösterreich einer Million Menschen geholfen haben, ihren schweren Alltag zu meistern und auch zu überleben, bis in die Gegenwart. CARE-Pakete® bedeuteten Hoffnung – das tun sie bis heute.
Höhepunkt war der Blick nach vorne: „Mit dem neuen CARE-Nothilfe-Paket denken wir Nothilfe völlig neu“, so Barschdorf-Hager. Die heutigen Krisen erfordern flexiblere, schnellere Antworten als vor 80 Jahren – Solidarität bleibt so wichtig wie damals.
Verpasst? Das interview in der Sendung gibt’s in der ORF-TVthek zum Nachsehen.
Das hat CARE 2025 erreicht:
Hilfe für 58,7 Millionen Menschen in 121 Ländern in 1.467 Projekten:
Gesundheitsleistungen für 11,5 Millionen Menschen,
Wasser und Nahrung für 19,8 Millionen Menschen,
Nothilfe für 21,9 Millionen Menschen,
wirtschaftliche Förderung für 5,8 Millionen Frauen,
und Klimaprojekte für 4,5 Millionen Menschen.
Vereinte Kräfte für mehr Wirksamkeit
Wie gestalten wir die Zukunft humanitärer Hilfe angesichts sinkender Mittel und wachsender globaler Krisen? Diese Frage stand im Mittelpunkt aktueller Treffen der internationalen humanitären Zusammenarbeit – beim CARE-Führungstreffen in Brüssel, beim Inter-Agency Standing Committee (IASC) sowie beim Steering Committee for Humanitarian Response (SCHR) in Genf.
Starke Partner:innen, eine Vision: Die Mitglieder des Steering Committee for Humanitarian Response kommen zusammen, um Erfahrungen zu teilen und innovative Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Vordere Reihe von links nach rechts: Rudelmar Bueno de Faria (ACT Alliance General Secretary), Abby Maxman (President und CEO von Oxfam America), Andrea Barschdorf-Hager, (Geschäftsführerin von CARE Österreich), Maria Immonen (Lutheran World Federation/LWF), Inger Ashing (Save the Children), Jagan Chapagain (Secretary General International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies/IFRC) und Pierre Krähenbühl (Director General of the International Committee of the Red Cross/ICRC). Hintere Reihe von links nach rechts: Alistair Dutton (Secretary General of Caritas Internationalis), Gareth Price-Jones (Executive Secretary at Steering Committee for Humanitarian Response) und Andrew Morley (President and CEO of World Vision International).
Chair des Inter-Agency Standing Committee Tom Fletcher (Under-Secretary-General for Humanitarian Affairs and Emergency Relief Coordinator, OCHA) eröffnet gemeinsam mit Amy E. Pope (Director General, IOM) die Diskussionsforen zu den Auswirkungen weltweit sinkender Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. An seiner Seite Sofie Garde Thomle – als Leiterin des IASC-Sekretariats eine der Schlüsselfiguren hinter den Kulissen des globalen humanitären Koordinationssystems.
Andrea Barschdorf-Hager und ihre Kolleginnen Diene Keita (Executive Director of the United Nations Population Fund (UNFPA) links im Bild) und Nimo Hassan (Chair, ICVA (Director, Somali NGO Consortium in der Mitte im Bild) beim Inter-Agency Standing Committee Treffen im Juni 2026.
In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen lag der Fokus beim Treffen der globalen CARE-Führungskräfte auf enger Zusammenarbeit innerhalb der CARE-Konföderation. Angesichts zunehmender Krisen und rückläufiger Finanzierung wurde besonders diskutiert, wie humanitäre Hilfe weiterhin wirksam, effizient und menschenzentriert gestaltet werden kann.
Auch das Steering Committee for Humanitarian Response (SCHR) in Genf beschäftigte sich mit denselben Herausforderungen. Die neun führenden humanitären Organisationen betonten dabei die Notwendigkeit, auf veränderte Finanzierungsbedingungen und geopolitische Entwicklungen zu reagieren und humanitäre Hilfe zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Andrea Barschdorf-Hager bringt als Vertreterin von CARE die Perspektiven einer in über 120 Ländern tätigen Hilfsorganisation ein – im Einsatz bei Katastrophen, gegen Armut und Hunger sowie für die Rechte von Frauen und Mädchen.
Zentrale Fragen waren:
Wie reagieren wir auf neue Finanzierungsrealitäten?
Wie bleibt humanitäre Hilfe wirksam und menschenzentriert?
Beim IASC-Treffen in Genf stand ebenfalls die angespannte Finanzierungssituation im Fokus. Das schwere Erdbeben in Venezuela, das das Treffen überschattete, verdeutlichte gleichzeitig den wachsenden humanitären Bedarf und die Bedeutung internationaler Koordination.
Alle drei Treffen zeigen klar: In einer Zeit sinkender Budgets und steigendem humanitären Bedarf ist enge Zusammenarbeit entscheidend, um die Wirksamkeit der Hilfe weltweit zu sichern.
Das hat CARE 2025 erreicht:
Hilfe für 58,7 Millionen Menschen in 121 Ländern in 1.467 Projekten:
Gesundheitsleistungen für 11,5 Millionen Menschen,
Wasser und Nahrung für 19,8 Millionen Menschen,
Nothilfe für 21,9 Millionen Menschen,
wirtschaftliche Förderung für 5,8 Millionen Frauen,
und Klimaprojekte für 4,5 Millionen Menschen.
Gemeinsam global handeln
Ehrung und Einsatz für eine gerechtere Welt
Botschafter Dr. Peter Huber, Sektionsleiter für Internationale Partnerschaften und Humanitäre Hilfe des BMEIA würdigt die Verdienste der CARE Österreich Geschäftsführerin Dr. Andrea Barschdorf-Hager.
Die CARE-Sponsoren Fabian Kaufmann (CEO CC Real, li.) und Byron Haynes (Chairman of the General and Supervisory Board NOVOBANCO SA; Chairman of the Audit Committee N26 SE & N26 Bank SE) gratulieren Andrea Barschdorf-Hager zur Auszeichnung.
Das CARE-Team freut sich über die Verleihung der höchsten Auszeichnung der Republik Österreich. v.l.n.r.: Elisabeth Schreiber, Sonja Tomandl, Claudia Filip-Schaffer, Teresa Holzapfel, Chea Ung, Lukas Kamleithner, Eva Stockhammer, Andrea Barschdorf-Hager, Katharina Katzer, Clara Pfannkuch, Daniel Seller, Reinhard Trink, Monika Lackner.
Dr. Andrea Barschdorf-Hager (Mitte) hielt auf Einladung von Dr. Desirée Schweitzer, Botschafterin a.D., (rechts) und Botschafter Dr. René Amry (links) einen Vortrag über die Folgen und Auswirkungen budgetärer Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene.
Im April 2026 wurde Andrea Barschdorf-Hager mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt ihren über 30-jährigen Einsatz für Menschen in Not weltweit – bei Katastropheneinsätzen, im Kampf gegen Armut und Hunger sowie für die Rechte von Frauen und Mädchen.
„Diese Auszeichnung ist für mich Auftrag und Verantwortung zugleich“, so Barschdorf-Hager. Die Ehrung gilt zugleich dem gesamten Team von CARE Österreich sowie den Partnerorganisationen weltweit, die täglich unter oft herausfordernden Bedingungen für Menschen in Not im Einsatz sind.
Bei ihrem Vortrag im österreichischen Außenministerium machte Anfang Mai machte sie unmittelbar deutlich, was drastische Budgetkürzungen bedeuten: 300 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe, doch die verfügbaren Mittel sinken um 50 Prozent. Wenn Geber ihre Unterstützung zurückfahren, schließen Gesundheitszentren, Ernährungsprogramme enden, Schutz für vulnerable Gruppen fällt weg.
Barschdorf-Hager machte deutlich, dass hinter jeder Budgetzahl Menschen mit ihren Schicksalen stehen: Laila lebt in einem Zeltlager in Syrien ohne Wasser. Samia brachte ihren unterernährten Sohn Abakar in ein CARE-Ernährungszentrum im Tschad, wo er gerettet wurde. Tetiana aus der Ukraine erlebte über tausend Tage Krieg.
Vor 80 Jahren erhielten Österreicher:innen selbst CARE-Pakete® – Hoffnung in düsterer Zeit. CARE-Pakete® gaben Überlebenden wie Franz (87) und Waltraud (83)nicht nur Nahrung, sondern auch Hoffnung – das Gefühl, nicht vergessen zu sein. CARE ist von einer kleinen Organisation zu einem globalen Akteur und Österreich vom Empfänger– zu einem Geberland geworden. In einer Zeit, in der andere Länder sich zurückziehen, ist Österreichs Verlässlichkeit ein sicherheitspolitischer Faktor. Das Versprechen, niemanden zurückzulassen, bleibt Leitlinie – heute genauso wie damals.
In diesem Kurzvideo spricht CARE-Geschäftsführerin Andrea Barschdorf-Hager über 80 Jahre CARE und den nach wie vor gültigen Auftrag von CARE. Herzlichen Dank an CCREAL für die Unterstützung dieser Videoproduktion!
Lukas Wank, CEO AG Globale Verantwortung
In Folge #154 spricht Andrea Barschdorf-Hager mit Lukas Wank, CEO AG Globale Verantwortung, über faire lokale Partnerschaften, zivilgesellschaftliche Stärke und die Zukunft globaler Zusammenarbeit - und beleuchten, wie drastische Kürzungen die humanitäre Hilfe verändern „Der „CARE in Action"-Podcast wird gesponsert von CC Real."
Seit 2021 moderiert Andrea Barschdorf-Hager den „CARE in Action“-Podcast. Dort lädt sie regelmäßig Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Zivilgesellschaft ein, um gemeinsam über aktuelle gesellschaftliche und globale Herausforderungen zu sprechen. Im Fokus stehen Fragen wie: Wie lässt sich humanitäre Hilfe wirksamer gestalten? Was bedeutet soziale Gerechtigkeit in einer vernetzten Welt? Und welchen Beitrag leisten Frauen und Mädchen im Kampf gegen Armut und Ungleichheit?
Wir bedanken uns bei CCREAL für die Unterstützung der Produktion unserer Podcasts.