Äthiopien leidet seit Jahren unter wachsender Wasserknappheit: Über 40 Millionen Menschen haben keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. Steigende Temperaturen und kürzere Regenzeiten verursachen Ernteausfälle und Hungersnöte. Gleichzeitig verschärfen Überweidung, Abholzung und nicht nachhaltige Landwirtschaft Ernährungsunsicherheit und Armut. Rund um den Simien Mountains Nationalpark sind viele Dorfgemeinden stark von den natürlichen Ressourcen abhängig. Die weiten Wege von Menschen und Vieh zu den wenigen Wasserstellen führen zunehmend zu Bodenerosion und einem Verlust an Artenvielfalt.
Ziel des Projektes ist es, dass sich die Menschen im Zuge des Klimawandels selbst ernähren können und ihr Ökosystem intakt halten. Wir helfen den Gemeinden, mit ihren natürlichen Ressourcen bestmöglich umzugehen und sich zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen. Dieses Projekt ist weit mehr als ein Entwicklungsprojekt – es ist eine Investition in die Zukunft tausender Familien – und stellt dabei sicher, dass niemand zurückgelassen wird: keine Frau, kein Jugendlicher, kein Mensch mit Behinderung.
Region
Simien Mountains National Park: Woredas Debark, Janamora, Beyeda, Adarkay und Telemt, Region Amhara (Nordäthiopien)
Projektlaufzeit
01.03.2026 - 31.08.2028
Zielsetzung
Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen des Klimawandels stärken und Geschlechter-gerechtigkeit fördern
So wirkt Ihre Unterstützung
Klimasmarte Ackerbauschulung
Mit € 3.125,- ermöglichen Sie über 50 Haushalten eine klimagerechte Schulung in Gemüseanbau, saisonaler Lagerung und Vermarktung sowie geeignetes Saatgut (Tomaten, Zwiebeln, Kohl).
Aufforstung und klimafreundliche Technologie
Mit € 7.870,- gewährleisten Sie die Ausstattung von 30 kleineren Baumschulen zur Wiederaufforstung sowie die Bereitstellung von 50 Solarlampen für die ärmsten Haushalte als Alternative für Feuerholz aus dem Nationalpark.
Gesicherte Wasserversorgung
Mit € 19.470,- ermöglichen Sie den Bau einer kleineren Wasseranlage, damit die Menschen nicht länger die weiten Fußmärsche in den Nationalpark zurücklegen müssen.
Die wichtigsten Maßnahmen
Bau und Sanierung von Wasseranlagen und Bereitstellung von Wasserfiltern für die ärmsten Haushalte
Bekämpfung der Landverödung: Aufforstung und Maßnahmen zum Bodenschutz wie Einführung von Fruchtfolge, Einsatz von Kalk, Kompostierung
Einführung und Einsatz von Solarenergie
Einführung alternativer Anbaumethoden (Ackerbauschulungen) und Schulungen zu effizienter Viehhaltung
Bereitstellung von geeigneterem Saatgutund Dünger
Hilfe für Frauen, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen bei der Schaffung von Zusatzeinkommen durch berufsbildende Maßnahmen (Gründung von Kleinstunternehmungen wie z.B. Imkerei oder Näherei)
Programme zur Stärkung der Frauen und Mädchen (Geschlechtergerechtigkeit, Verhinderung von Genitalverstümmelung und Kinderheirat)
Gründung von Kleinspargruppen um wirtschaftliches Denken und Planen zu fördern
Stärken der Kapazitäten der Ranger und Parkwächter im Nationalpark durch Schulungen und bessere Ausrüstung
"Es hat sich alles so gut entwickelt: bei unseren Feldfrüchten, beim Obst – und in unserem Leben."
Hier finden Sie weitere Projekte, die Ihre Unterstützung benötigen
Uganda/Ruanda
Frauen stärken und vor Gewalt schützen
Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen sind in Uganda und Ruanda ein großes Problem. Frauen und Mädchen haben kaum Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen.
Die Folgen des Klimawandels können viele Millionen Menschen zur Flucht zwingen. Durch klimasmarte Landwirtschaft wird die Ernährung in den Regionen gesichert und auch vielfältiger.