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Wie leistet CARE in Georgien Nothilfe für ukrainische Geflüchtete?
Georgien ist aufgrund seiner geografischen und kulturellen Nähe zu einem wichtigen Zielland für Menschen auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine geworden. Der Großteil der Schutzsuchenden sind alleinerziehende Frauen und Kinder, die oft ohne finanzielle Mittel oder ein soziales Netz im Kaukasus ankommen. Die Deckung der grundlegendsten Bedürfnisse, wie sichere Unterkünfte, ausreichend Nahrung und medizinische Versorgung, stellt für sie eine enorme Herausforderung dar.
Um schnelle, lösungsorientierte und würdevolle Unterstützung zu gewährleisten, setzt CARE stark auf Bargeldsoforthilfe (Cash Assistance). Dadurch können geflüchtete Familien selbst entscheiden, ob sie das Geld am dringendsten für Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente oder warme Kleidung benötigen. Parallel dazu stärkt CARE die Kapazitäten lokaler Organisationen und Gesundheitseinrichtungen, um sichere Räume für Kinder zu schaffen und Lernunterstützung sowie professionelle psychologische Betreuung anzubieten.
Ein weiterer Fokus liegt auf der nachhaltigen Integration und Einkommensförderung: CARE bietet rechtliche Beratung an, etwa zur Anmeldung von Kleinunternehmen oder zur Inanspruchnahme von behördlichen Dienstleistungen. Durch gezielte Coachings zum Unternehmensaufbau und Mentoring-Programme hilft CARE den Geflüchteten dabei, sich eine eigenständige Existenz aufzubauen und nicht dauerhaft auf humanitäre Hilfe angewiesen zu sein.
Was tut CARE in Georgien zur Stärkung von Frauenrechten und Gleichstellung?
Frauen und Mädchen gehören in Georgien häufig zu den am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Traditionelle Rollenbilder, eine teils prekäre wirtschaftliche Lage und der mangelnde Zugang zu Entscheidungsprozessen erschweren es vielen Frauen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen.
CARE integriert die Stärkung von Frauenrechten systematisch in alle Projektbereiche im Land. Für schutzsuchende Frauen schafft CARE sichere Zufluchtsorte und bietet gezielte Beratungen an, insbesondere für Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt. Informationsveranstaltungen zu reproduktiver Gesundheit, Gleichstellung und rechtlichen Fragestellungen helfen den Frauen, ihre Rechte zu kennen und einzufordern.
Darüber hinaus fördert CARE die wirtschaftliche Emanzipation von Frauen durch finanzielle Zuschüsse für von Frauen geführte Kleinunternehmen. Ziel ist es, sie dabei zu unterstützen, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, ihre Resilienz gegenüber Krisen zu stärken und sie als selbstbewusste Entscheidungsträgerinnen in der georgischen Gesellschaft zu verankern.
Welche Rolle spielt CARE bei der Friedensförderung und der Unterstützung der georgischen Jugend?
Seit dem Zerfall der Sowjetunion prägen Instabilität und ungelöste Konflikte das Leben vieler Gemeinden in Georgien, besonders nahe der russischen Verwaltungsgrenzen. Für die dort lebenden jungen Menschen bedeutet dies, ein Aufwachsen in permanenter Angst und Unsicherheit. Die Folge sind Perspektivlosigkeit, Frustration und ein gefährlicher Mangel an gesellschaftlicher Teilhabe.
Mit Initiativen zur Friedensentwicklung gibt CARE der georgischen Jugend eine starke Stimme. CARE arbeitet mit Jugendlichen zusammen, um sie darin zu schulen, ihre Bedürfnisse klar zu formulieren und diese in regelmäßigen Treffen mit lokalen Entscheidungsträger:innen selbstbewusst zu vertreten. Zudem ermöglicht CARE den Jugendlichen zudem, eigene Friedens- und Entwicklungsprojekte direkt in ihren Gemeinden umzusetzen.
Diese aktive Partizipation ist ein wichtiger Schlüssel zur Gewaltprävention und Konfliktlösung. Die jungen Menschen lernen, politische Prozesse zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und sich über ethnische Grenzen hinweg zu vernetzen. So fördert CARE ein friedliches Zusammenleben und gibt einer Generation, die stark vom Krieg gezeichnet ist, die Hoffnung und das Werkzeug für eine bessere Zukunft zurück.
Wie unterstützt CARE durch „Green Skills“ die nachhaltige Entwicklung und Klimaanpassung in Georgien?
Um in Georgien den Klimaschutz und die grüne Transformation voranzutreiben, setzt CARE gezielt auf Bildung und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Im Fokus steht dabei der Lebensmitteldienstleistungssektor: CARE unterstützt Beschäftigte in kleinen und mittleren Gastronomiebetrieben durch gezielte Höherqualifizierung und die Vermittlung sogenannter „Green Skills“ (grüne Kompetenzen).
Dafür entwickelt CARE gemeinsam mit georgischen Berufsbildungsinstituten einen bedarfsorientierten und praxisnahen Kurs für nachhaltiges Wirtschaften. Die Initiative umfasst eine Pilotphase, in der auch die Aus- und Weiterbildung für Lehrkräfte integriert ist. Das übergeordnete Ziel ist es, diesen Kurs im Anschluss durch das georgische Bildungsministerium offiziell akkreditieren zu lassen und so langfristig im nationalen Bildungssystem zu verankern.
Damit die berufliche Weiterbildung im Bereich der grünen Transformation dauerhaft etabliert wird, fördert CARE mittelfristig Partnerschaften zwischen den Bildungseinrichtungen, lokalen Branchenverbänden und der Privatwirtschaft. Um zudem ein breiteres Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Gesellschaft zu schaffen, organisiert CARE öffentlichkeitswirksame Kampagnen, Medienbesuche sowie Betriebsbesichtigungen bei regionalen Vorzeigeunternehmen.
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