Bessere Ernten, besseres Leben

Von Katharina Katzer

Im kleinen Dorf Kuntumanji bei Zomba im Süden Malawis duftet es nach frisch gekochtem Nshima, einem traditionellen Maisbrei – doch heute schmeckt er anders als früher. Die Frauen reichern ihn mit Gemüse und Fisch an, backen Kuchen aus Straucherbsen, Ei sowie Erdnussbutter und verkaufen Snacks aus Straucherbsenmehl und Öl. Was einst eine einseitige Ernährung war, ist nun vielfältig und nahrhaft geworden.

„Das ist Süßkartoffel mit Erdnüssen, sehr gesund“, erklärt Mercy (Foto rechts), eine engagierte Bäuerin, und zeigt auf eine Speise, die sie zubereitet hat. Dank des FoSTA-Health-Projekts, das vom EU-Förderprogramm Horizon Europe finanziert wird und die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen klimatische Bedingungen machen soll, hat sich im Dorf viel verändert.

Gemeinsam mit anderen Frauen und Männern hat Mercy neue, an den Klimawandel angepasste Anbaumethoden kennengelernt – mit hochwertigem Saatgut, optimalen Pflanzabständen und idealen Ackerfurchen. Auf verschiedenen Testfeldern und in Schulungen konnten die Landwirt:innen experimentieren und herausfinden, welche Kombinationen von Nutzpflanzen unter Berücksichtigung von Setzabstand und selbst produziertem Kompost am besten gedeihen.

Die Ergebnisse werden gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet. Ein Beispiel: Die gemeinsame Anpflanzung von Erdnüssen und Mais schützt den Boden zusätzlich vor dem Austrocknen. Durch Diversifikation wird die Erde fruchtbarer und das Gemüse widerstandsfähiger. Die Ernte fällt gut aus.

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Pateima und ihr Ehemann nehmen am FoSTA-Health-Forschungsprojekt teil. Foto: Katharina Katzer/CARE

<p>Impressions from CARE Austria’s press trip to Malawi.</p>

Für die Kinder des Dorfes gibt es durch die neuen Anbaumethoden trotz Klimakrise wieder Perspektiven. Foto: Katharina Katzer/CARE

Ohne Hunger lernen

„Früher waren meine Kinder oft hungrig“, berichtet Mercy. „Jetzt gehen sie satt zur Schule. Auch wenn wieder eine Dürre kommt, mache ich mir keine Sorgen, dass die Pflanzen zu sehr leiden.“ Die Dorfbevölkerung stellt nun auch ihren eigenen organischen Dünger her – aus Kuhdung, Maisstroh, Asche und ein wenig handelsüblichem Dünger. Diese Mischung hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt die Felder auch während der immer häufiger auftretenden Trockenperioden. Die Ernten sind ertragreicher und die Qualität der Nahrung hat sich deutlich verbessert.

Mercy teilt ihr Wissen heute mit anderen und erzielt durch den Verkauf von Gemüse ein zusätzliches Einkommen. „Es kommen Leute aus anderen Dörfern zu uns, die wissen wollen, wie wir das geschafft haben“, erzählt sie. Für ihre vier Söhne wünscht sie sich, dass sie die Schule abschließen und später gute Arbeit finden. Nicht nur der Ertrag wächst hier in Kuntumanji, sondern auch die Perspektive für die Zukunft.

Malawi gehört auch zu den zehn vergessenen Krisen des Jahres 2025, denen dieser CARE-Bericht gewidmet ist.

Erfahren Sie hier mehr zum Projekt FoSTA-Health.

Auf dieser Grafik sehen Sie, wie FoSTA-Health ansetzt und Veränderung bewirkt.

Frauen als Schlüssel zur Verbesserung der Ernährungssysteme im südlichen Afrika: Von alten Denkmustern zu nachhaltiger Landwirtschaft und gesünderer Ernährung.

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