Die Länder im südlichen Afrika stehen angesichts des Klimawandels vor immensen Herausforderungen. Dürren und wiederkehrende Überschwemmungen haben massive Auswirkungen auf die Bevölkerung. Millionen Menschen sind von akuter Lebensmittelunsicherheit betroffen, oftmals gepaart mit Armut und finanziellen Schwierigkeiten. Extreme Wetterereignisse dieser Art treffen ohnehin schon vulnerable Gruppen besonders hart und tragen dazu bei, dass sich soziale Ungleichheiten weiter verschärfen.
Im südlichen Afrika ist eine Umstellung der derzeitigen Ernährungs- und Landwirtschaftssysteme hin zu einer klimabewussten und nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion dringend nötig. CARE arbeitet daran mit, eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Umstellung der Ernährungssysteme zu ermöglichen. Das ist Teil des FoSTA Health Projekts, das von der EU-Kommission durch Horizon Europe gefördert wird.
Ziel sind Lösungen, die positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt haben („One Health“). Im Fokus stehen Veränderungen in der Maisproduktion, in der Land- und Wassernutzung und dem Übergang von Inlands- zu Exportmärkten. Dazu kommen nötige Anpassungen bei der Ernährung. Die Expertise von CARE Österreich stellt dabei sicher, dass die Bedürfnisse und Kapazitäten von Frauen und Mädchen in die Forschung und Umsetzung des Projekts mit einbezogen werden.
Starke Partnerschaft:
FoSTA Health wird durch Horizon Europe, ein Programm der Europäischen Union, und Innovate UK gefördert.
Das Projekt integriert wissenschaftliche Forschung, um innovative Ansätze für klimaresistente Landwirtschaft und Ernährungssicherheit zu entwickeln. Die Forschung hilft nicht nur, bestehende Praktiken zu optimieren, sondern auch langfristig nachhaltige Modelle zu entwickeln, die den spezifischen Bedürfnissen der Region entsprechen.
Förderung nachhaltiger Landwirtschaft
Das Projekt unterstützt Kleinbauern bei der Implementierung agroforstwirtschaftlicher Methoden und dem Übergang zu umweltfreundlicheren Anbaupraktiken. Das trägt dazu bei, dass langfristig Ernteerträge verbessert werden können und gleichzeitig mit wertvollen Ressourcen wie Boden und Wasser schonend umgegangen wird.
Stärkung der Widerstandsfähigkeit
Durch Schulungen und lokale Initiativen werden Gemeinden dabei unterstützt, effektive Anpassungsstrategien gegen Dürre und Nahrungsmittelknappheit zu entwickeln. Zudem erfolgt die Entwicklung und Implementierung von Frühwarnsystemen. Diese sollen Gemeinden rechtzeitig informieren, damit präventive Maßnahmen ergriffen werden können.
Mehr über die Ernährungssituation im südlichen Afrika erfahren:
Geschlechtergerechtigkeit
Mehr Chancen für Frauen
Frauen sorgen im südlichen Afrika maßgeblich für die Produktion von Nahrung, haben jedoch kaum wirtschaftliche Teilhabe. Sie besitzen kleinere Landflächen und haben kaum Zugang zu Betriebsmitteln.
Im südlichen Afrika gelten hohe Sicherheitsstandards vor allem für Lebensmittel, die für den Export bestimmt sind. Im Inland gibt es kaum Kontrollen auf z.B. Pesitizide mit Folgen für die Sicherheit der Bevölkerung.
Welttag der Wüstenbildung und Dürre: Landwirtschaftliche Innovationen bieten Chancen in Zeiten von Dürrephasen und Wüstenbildungen – werfen aber Fragen nach Umweltschutz und Ernährungssicherheit auf.
Die sengende Hitze hat zu massiven Ernteausfällen geführt und die Wasserquellen versiegen lassen. Als Folge ist das Leben von Millionen von Menschen in Malawi, Simbabwe und Sambia von Hunger und Mangelernährung bedroht.
Ohne Biodiversität kann es keine nachhaltige Landwirtschaft. Aus diesem Grund sind gesunde Wälder nicht nur ein wichtiger Lebensraume, sie sind zudem ein aktiver Partner im Kampf gegen Ernteschädlinge.
In den Ländern des südlichen Afrika stehen die Menschen vor großen Herausforderungen, wenn es um eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung geht. Doch auch dafür gibt es Lösungen für Verbesserungen.
Ausreichend Nahrung trotz Klimakrise? Immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse wie Dürren oder Überschwemmungen treffen die Menschen im südlichen Afrika hart. Die Folgen des Klimawandels vernichten Ernten.
Das landwirtschaftliche System Malawis konzentriert sich vor allem auf Maisanbau, was zu Problemen mit der Bodenqualität und der Ernährung führen kann. Diversifizierte Landwirtschaft könnte die Bodengesundheit verbessern.
In Sambia leidet derzeit fast die Hälfte der Bevölkerung – knapp zehn Millionen Menschen – unter einer schweren Dürre, die seit Ende 2023 andauert und durch das El-Niño-Phänomen verstärkt wurde.
„Wir essen nur noch einmal am Tag, meistens zu Mittag. Das belastet unsere Kinder sehr. In der Früh können sie kaum aufstehen. Unsere Ernten sind verdorrt, und unsere Vorräte sind aufgebraucht. Selbst unsere Tiere sterben, weil es weder Futter noch Wasser gibt. Wir leiden sehr.“
Frauen und Mädchen im Mittelpunkt:
Frauen und Mädchen gehören zu den am stärksten betroffenen Gruppen der Ernährungs- und Klimakrise im südlichen Afrika. Sie tragen oft die Hauptverantwortung für die Versorgung ihrer Familien und sind gleichzeitig häufig von Ressourcen und Bildungschancen ausgeschlossen. Hier kommt CARE ins Spiel. Das Projekt setzt hier gezielt an, indem es ihnen Zugang zu Schulungen, nachhaltigen Anbaumethoden und gesundheitlicher Unterstützung bietet. Durch Stärkung ihrer Fähigkeiten und Rechte werden sie aktiv in die Lösungsansätze eingebunden, um ihre Stellung in den Gemeinschaften zu verbessern und mehr Gleichberechtigung zu fördern.