In Nepal lebt die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in armen, ländlichen Gebieten. Rund ein Viertel der Bevölkerung muss mit weniger als 1 € pro Tag auskommen. Dalits, Muslime und indigene Gemeinschaften werden systematisch diskriminiert und sind daher auf besonders schlecht bezahlte Arbeiten angewiesen, um einen unterdurchschnittlichen Lohn zu erhalten.
Mädchen aus diesen Gemeinschaften sind einer zusätzlichen Benachteiligung ausgesetzt. Gesellschaftliche Normen, häufig eingebettet in die öffentlichen Strukturen und Institutionen, tragen dazu bei. Oft verlangen die Eltern, dass die Mädchen im Haushalt helfen, anstatt zur Schule zu gehen oder sie werden jung verheiratet. Viele Mädchen müssen die Schule abbrechen und können daher weder lesen noch schreiben.
Das Recht auf Bildung ist universell. Mädchen können hier ihren Grundschulabschluss nachholen und ihren Bildungsweg wieder selbst in die Hand nehmen.
Foto: Spezielle Lehrpläne ermöglichen Mädchen den Wiedereinstieg in den regulären Unterricht
Kindern Chancen geben
Mädchen sind oft gezwungen im Haushalt zu helfen oder jung zu heiraten anstatt zur Schule zu gehen und lernen zu können.
Foto: CARE kämpft für die universellen Rechte aller Kinder
Frauen stärken
Durch außerschulische Aktivitäten wird gezielt daran gearbeitet das Selbstvertrauen und die Führungsqualitäten der Mädchen zu stärken.
Foto: Mütter und ihre Töchter sollen sich über rückständige Normen hinwegsetzen können
CARE richtet acht Udaan-Schulen ein, in denen jeweils 25 Mädchen, die derzeit nicht im regulären Schulbetrieb sind, ihren Grundschulabschluss nachholen können. Die Mädchen lernen im Unterricht den Schulstoff, den sie verpasst haben und setzen auch ihre eigenen sozialen Kampagnen zu Themen wie Bildung für Mädchen um.
Auch in sogenannten Elterngruppen wird an diesen wichtigen Themen gearbeitet. Soziale Normen müssen im gesellschaftlichen Umfeld der Mädchen geändert werden, um ihnen den regelmäßigen Schulbesuch zu garantieren und Frühehen zu verhindern. Nachdem die Mädchen den Schulstoff nachgeholt haben, können sie in das öffentliche Schulsystem einsteigen. Zusätzlich werden Selbstvertrauen und Führungsqualitäten der Mädchen durch außerschulische Aktivitäten gestärkt.
Im Falle des UDAAN-Projekts sind das neben der Einrichtung von Schulen, zum Beispiel die Begleitung der Mädchen bei ihrem möglichen Umstieg ins formelle Schulsystem. Weiters die gezielte Schulung von Lehrkräften und Schulgemeinschaften sowie Lehrinhalte, die über finanzielle Unabhängigkeit aufklären sollen.
Damit nicht genug: Mobiltelefone sollen verhindern, dass die Mädchen auch in den ländlichen Gebieten mit Lehrkräften im Austausch bleiben können. Es wird über die Bedeutung der schulischen Ausbildung auch für Mädchen in der Gemeinschaft informiert und gezielt über ihre ganz persönlichen Rechte informiert. Diese und viele weitere Aktivitäten sollen dazu beitragen, dass dieses Projekt ein voller Erfolg wird.
Das zentrale Nachhaltige Entwicklungsziel (SDG) dieses Projekts ist SDG 4 (Hochwertige Bildung). Da gezielt Mädchen adressiert werden, wird auch ein Beitrag zu den SDG 5 (Geschlechtergleichheit) und SDG 10 (Weniger Ungleichheiten) geleistet. Langfristig können sich die Mädchen selbstständig finanziell absichern, SDG 1 (Keine Armut).
„In der Udaan-Schule habe ich sehr viel in kurzer Zeit gelernt. Das hat mir sehr gut gefallen."
Dieses Projekt trägt zu folgenden Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) bei:
Ein Blick zurück auf die Anfänge des UDAAN-Projekts (OF auf Nepali mit englischen Untertiteln).
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Bildung
schafft
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Das UNNATI Projekt richtet sich an Mädchen, die nicht in die Schule gehen, verbessert ihren Zugang zu Bildung und arbeitet mit lokalen Regierungen und Gemeinden zusammen, um dauerhafte Änderungen zu erreichen.