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Wie unterstützt CARE die Menschen in der Ukraine im Kampf gegen die lebensbedrohliche Winterkälte?
Die eisigen Winter in der Ukraine stellen eine der größten humanitären Herausforderungen dar. Durch gezielte Angriffe auf Energie- und Heizsysteme kommt es im ganzen Land regelmäßig zu Stromausfällen und zum Zusammenbruch der Wärmeversorgung. Viele Familien leben in Häusern, deren Fenster und Dächer durch die Druckwellen von Explosionen zerstört wurden. Bei Minusgraden wird das eigene Zuhause so zur Lebensgefahr.
„Das Leid der Zivilbevölkerung in der Ukraine übersteigt inzwischen unsere schlimmsten Befürchtungen. Nacht für Nacht werden Energie- und Heizsysteme angegriffen – gezielt jene Infrastruktur, die Menschen am dringendsten brauchen, um bei eisigen Temperaturen zu überleben“, betont Michael McGrath, CARE-Länderdirektor in der Ukraine.
CARE leistet überlebenswichtige Winterhilfe. Über lokale Partnerorganisationen repariert CARE zerstörte Fenster und Dächer, verteilt warme Kleidung und Schlafsäcke und sichert die Versorgung mit Festbrennstoffen zum Heizen. Zudem stattet CARE öffentliche Sammelunterkünfte und Bunker mit Notstromaggregaten und Trinkwasserbehältern aus. Diese Maßnahmen retten nicht nur Leben, sondern geben den Menschen in der dunkelsten Jahreszeit ein Mindestmaß an Sicherheit.
Warum ist die psychosoziale Hilfe in der Ukraine ein zentraler Schwerpunkt von CARE?
Mehr als vier Jahre ununterbrochener Krieg, ständige Luftalarme, die Zerstörung des Zuhauses und der Verlust von geliebten Menschen: Millionen Menschen leiden unter chronischem Stress und Traumata. Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich, verdeutlicht die Situation: „Die Menschen kämpfen nicht nur ums Überleben, sondern auch gegen unsichtbare Wunden – gegen Trauma, Verzweiflung und den Verlust von Lebensperspektiven“.
CARE begegnet dieser stillen Krise: In von CARE unterstützten Gemeindezentren finden Einzelberatungen und Gruppensitzungen statt. Sie leisten Erste Hilfe für die Seele, vermitteln Techniken zur Stressbewältigung und helfen der Zivilbevölkerung dabei, ihre mentale Widerstandskraft aufrechtzuerhalten. Für Menschen, die diese Zentren nicht erreichen können – insbesondere in den schwer zugänglichen Frontgebieten –, sind mobile CARE-Teams unterwegs.
Was tut CARE in der Ukraine für den Schutz von Frauen und Mädchen?
Krieg und Vertreibung treffen Frauen und Mädchen immer unverhältnismäßig hart. In der Ukraine tragen sie oft die alleinige Verantwortung für Kinder und pflegebedürftige Angehörige. Auf Fluchtwegen und in überfüllten Notunterkünften steigt zudem das Risiko von geschlechtsspezifischer Gewalt und Ausbeutung drastisch an.
CARE legt daher einen starken Fokus auf den Schutz und die Förderung von Frauenrechten. Gemeinsam mit lokalen Partnern richtet CARE sichere Räume ein, in denen Frauen Schutz finden und psychologisch sowie rechtlich betreut werden. Ein wichtiger Teil der Präventionsarbeit ist auch das Training von lokalen Fachkräften und Freiwilligen, um Anzeichen von Gewalt oder psychischen Krisen rechtzeitig zu erkennen.
Wie unterstützt CARE Binnenvertriebene und ältere Menschen an den Frontlinien?
Viele Menschen in den ost- und südukrainischen Frontgebieten können oder wollen ihre Heimat nicht verlassen. Häufig handelt es sich dabei um ältere Menschen, Pflegebedürftige und Personen mit Behinderungen, denen schlichtweg die Mobilität oder die finanziellen Mittel für eine Flucht fehlen. Sie harren in Regionen aus, die von ständigen Angriffen geprägt und oft von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten sind.
Für diese Menschen leistet CARE maßgeschneiderte Überlebenshilfe. Neben Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln erhalten betroffene Haushalte auch Bargeldhilfe. So können Familien selbstständig und flexibel auf lokale Engpässe reagieren und etwa Medizin oder spezielle Bedarfsgüter kaufen. Darüber hinaus unterstützt CARE die Reparatur beschädigter Gesundheitseinrichtungen. Die enge Zusammenarbeit mit ukrainischen Initiativen ist dabei das Erfolgsrezept: Sie kennen die Gegebenheiten vor Ort genau, genießen das Vertrauen der Menschen und können auch unter lebensgefährlichen Bedingungen schnell und zielgerichtet Hilfe leisten.
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