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Wie sieht die Nothilfe von CARE in Syrien aus?
CARE konzentriert sich in der Nothilfe darauf, das Überleben der am stärksten gefährdeten Familien zu sichern. Das geschieht unter anderem durch die schnelle Bereitstellung von lebensrettenden Gütern wie Trinkwasser, Notunterkünften und winterfesten Materialien.
Ein zentraler und besonders wichtiger Bestandteil der CARE-Nothilfe ist die Bargeldhilfe (Cash Assistance). Durch finanzielle Zuwendungen können Familien selbst entscheiden, was sie am dringendsten benötigen – sei es Nahrung, Medikamente, die Bezahlung von Arztbesuchen oder warme Kleidung für ihre Kinder. Das stärkt nicht nur die Selbstbestimmung der Menschen, sondern kurbelt auch die lokalen, durch die Krise geschwächten Märkte wieder an. Zusätzlich unterstützt CARE Familien dabei, sich auf den Winter vorzubereiten: CARE, unterstützt von lokalen Partnerorganisationen, verteilt u.a. Decken, Winterkleidung für Kinder und Heizmaterial, damit die Familien für die Kälte in den Notunterkünften gewappnet sind.
Was tut CARE in Syrien für den Schutz und die Rechte von Frauen und Mädchen?
In humanitären Krisen sind Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stark von Armut, Ausgrenzung und Gewalt betroffen. Auch in Syrien haben Flucht und wirtschaftlicher Kollaps dazu geführt, dass Frauen oft als Alleinversorgerinnen vor immensen Hürden stehen. Gleichzeitig steigt in dicht gedrängten Flüchtlingscamps und instabilen Umgebungen das Risiko für Gewalt. CARE stellt daher den Schutz und die Gleichstellung von Frauen in den Mittelpunkt seiner Arbeit.
Um Sicherheit zu gewährleisten, richten CARE und seine lokalen Partner spezielle Schutzzentren – sogenannte „Safe Spaces“ – für Frauen und Mädchen ein. Hier finden sie einen geschützten Raum, in dem sie sich mit anderen Frauen austauschen, psychosoziale Unterstützung zur Bewältigung tiefsitzender Traumata erhalten, und kostenlose Rechtsberatung in Anspruch nehmen können. Darüber hinaus fördert CARE die wirtschaftliche Selbstbestimmung von Frauen in Syrien. Mit gezielten Geschäftstrainings und Startkapital ermutigen die Helfer:innen Frauen dazu, eigene kleine Unternehmen zu gründen, etwa kleine Bäckereien oder Marktstände. Diese finanzielle Unabhängigkeit schützt Frauen nicht nur vor Ausbeutung, sondern hilft ganzen Familien, der extremen Armut zu entkommen.
Wie verbessert CARE die Wasserversorgung und Hygiene in syrischen Krisengebieten?
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und funktionierenden Sanitäranlagen ist in weiten Teilen Syriens stark eingeschränkt. Zerstörte Infrastrukturen und überfüllte, informelle Camps bieten den idealen Nährboden für durch Wasser übertragbare Krankheiten. Ohne adäquate Hygiene steigt die Gefahr von Cholera-Ausbrüchen und anderen gefährlichen Infektionen rapide an. CARE setzt daher massiv auf den Ausbau von Wasser-, Sanitär- und Hygiene-Maßnahmen (WASH), um drohende Gesundheitskatastrophen abzuwenden.
In den Krisenregionen im Norden des Landes reparieren CARE und lokale Partnerorganisationen zerstörte Wasserleitungen und bauen neue Versorgungsstationen auf. Wo eine feste Anbindung an Wasserleitungen nicht mehr möglich ist, organisieren die CARE-Teams die Anlieferung von sicherem Trinkwasser per Tankwagen und stellen Wassertanks sowie hygienische Latrinen auf. Zudem wird in vielen Siedlungen die Abfallentsorgung sichergestellt. Flankierend zu den baulichen Maßnahmen verteilt CARE dringend benötigte Hygienepakete an Familien. Diese enthalten Seife, Desinfektionsmittel, Waschpulver und Menstruationsartikel für Frauen. In begleitenden Informationsveranstaltungen vermitteln CARE-Mitarbeiter:innen Wissen zur Krankheitsprävention, damit sich Seuchen in den dicht besiedelten Gebieten nicht ausbreiten können.
Wie unterstützt CARE in Syrien den Wiederaufbau und schafft Einkommensmöglichkeiten für Familien?
Die syrische Wirtschaft liegt am Boden, die Lebenshaltungskosten sind explodiert, und viele Familien haben ihre gesamten Lebensgrundlagen im Krieg verloren. Neben der reinen Überlebenshilfe setzt sich CARE deshalb auch langfristige Ziele. So sollen neue Perspektiven geschaffen und die Abhängigkeit von humanitärer Hilfe verringert werden, damit die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen können.
CARE und seine Partner vor Ort unterstützen die lokale Bevölkerung durch Einkommensförderung beim Wiederaufbau ihrer Existenzen. Menschen, deren Werkstätten zerstört oder Geschäfte geplündert wurden, erhalten Ausrüstung oder finanzielle Zuschüsse für einen Neustart. Landwirtschaftliche Betriebe und kleine Unternehmen bekommen das nötige Rüstzeug, um wieder produzieren zu können. So entstehen neue, verlässliche Nahrungs- und Einkommensquellen. CARE leistet damit einen Beitrag, nicht nur die lokale Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, sondern den Menschen die Kraft und die Mittel zu geben, um ihr eigenes Leben schrittweise wieder aufzubauen.
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