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Wie hilft CARE den Menschen in Mosambik nach Naturkatastrophen und auf der Flucht?
Der Konflikt in der nördlichen Provinz Cabo Delgado und die wiederkehrenden Zyklone zwingen unablässig Menschen in Mosambik dazu, ihre Heimatdörfer fluchtartig zu verlassen. Die Bedingungen auf der Flucht sind traumatisch. Ein von CARE betreuter Familienvater, der den Angriffen in Cabo Delgado entkam, beschreibt die Ausnahmesituation: „Als sie kamen, um uns zu töten, rannten wir so schnell wir konnten und versteckten uns im Busch“. Viele Familien verlieren auf der Flucht Angehörige und kommen mit nichts als der Kleidung an, die sie am Leib tragen.
Um das Überleben dieser Menschen zu sichern, leistet CARE unverzichtbare Nothilfe. Erste Maßnahmen umfassen die Verteilung von Überlebenspaketen, die speziell an die Bedürfnisse von Frauen, Männern und Kindern angepasst sind. Diese Pakete beinhalten unter anderem Decken, Planen für den Bau von Notunterkünften und wichtige Hygieneartikel, um den Ausbruch von Krankheiten in den dicht besiedelten Camps zu verhindern. Kinder, die auf der Flucht von ihren Familien getrennt wurden, werden aktiv bei der Suche nach ihren Verwandten unterstützt. Neben der Akuthilfe setzt CARE auf Katastrophenvorsorge. Zieht der nächste Zyklon auf, kann so ohne Verzögerung und logistische Engpässe reagiert werden, um Leben zu retten.
Was tut CARE in Mosambik für Frauen und Mädchen?
In Krisenregionen leiden Frauen und Mädchen besonders stark. So ist etwa das Risiko für sexualisierte Gewalt in überfüllten Flüchtlingscamps enorm hoch. Der Schutz von Frauenrechten ist daher ein zentrales Element aller CARE-Projekte vor Ort. CARE richtet in den Aufnahmezentren geschützte Räume für Frauen und Mädchen ein. Hier finden sie nicht nur Zuflucht und Schutz vor Ausbeutung, sondern auch psychosoziale Betreuung zur Verarbeitung ihrer Traumata. Darüber hinaus organisiert CARE Informationskampagnen und Gemeindestreffen, bei denen das Mitspracherecht von Frauen im eigenen Haushalt sowie in der Gemeinschaft aktiv gefördert wird.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist das Aufbrechen traditioneller Geschlechterrollen. Beim Wiederaufbau nach Stürmen achtet CARE beispielsweise darauf, dass Frauen gezielt in Baukomitees eingebunden werden und aktiv an der Errichtung klimaresistenter Wohnhäuser mitwirken. Gepaart mit Schulungen für Verhandlungsgeschick und öffentliches Reden stärkt dies das Selbstbewusstsein der Frauen nachhaltig und verankert sie als Führungskräfte in ihren Gemeinden.
Wie unterstützt CARE die lokale Bevölkerung im Kampf gegen Hunger und die Klimakrise in Mosambik?
Mosambik gehört weltweit zu den am stärksten von der Klimakrise betroffenen Staaten. Extreme Dürreperioden wechseln sich mit zerstörerischen Überschwemmungen ab. Für die Bevölkerung, die größtenteils von der Landwirtschaft lebt, bedeutet dies das oftmals vollständige Wegbrechen der Ernten. Der Mangel an Lebensmitteln führt unweigerlich zu Unterernährung und treibt Familien tiefer in die Armut.
Die Strategie von CARE zur Hungerbekämpfung in Mosambik zielt auf langfristige Klimaanpassung ab. Die Organisation verteilt landwirtschaftliches Werkzeug wie Hacken und Gießkannen sowie spezielles, klimaresistentes Saatgut an Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Durch landwirtschaftliche Schulungen lernen die Gemeinden, wie sie ihre Felder trotz unvorhersehbarer Regenzeiten bewirtschaften können. So sichern sie die Ernährung ihrer Familien und können Überschüsse auf lokalen Märkten verkaufen. Zusätzlich fördert CARE alternative Einkommensquellen für jene, die durch Konflikte oder Stürme ihre Anbauflächen verloren haben. Durch berufsbildende Schulungen, wie etwa zur Schneiderin oder zum Schneider, sowie die Ausgabe von Starthilfen (z. B. Nähmaschinen) können Betroffene eigenständig kleine Gewerbe gründen. Dies macht sie unabhängig von externer Nahrungsmittelhilfe und bringt wirtschaftliche Stabilität in den ländlichen Raum.
Warum ist sauberes Wasser im ländlichen Mosambik so wichtig und wie hilft CARE?
Fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser und rudimentärer Sanitärversorgung ist in Mosambik nach Naturkatastrophen und in überfüllten Vertriebenenlagern ein lebensbedrohliches Problem. Oft bleiben keine Alternativen als verunreinigtes Wasser zu trinken. Dies begünstigt den raschen Ausbruch von wasserbedingten Krankheiten wie Cholera, die insbesondere für Kleinkinder und alte Menschen tödlich enden können.
CARE reagiert auf diese Notlagen mit umfassenden sogenannten WASH-Maßnahmen (Wasser, Sanitär, Hygiene). In den Camps für Schutzsuchende sowie in ländlichen Gemeinden werden systematisch Brunnen repariert oder komplett neu gebohrt. Flankierend dazu errichtet CARE öffentliche Handwaschanlagen und verteilt Hygieneartikel wie Seife, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen. Um sicherzustellen, dass diese Infrastruktur nicht nur kurzfristig existiert, sondern langfristig funktioniert, initiiert CARE die Gründung lokaler Wasserkomitees. In diesen Komitees lernt die Gemeinschaft, die Wasserstellen selbstständig instand zu halten. Dies garantiert den dauerhaften Zugang zu lebensrettendem Trinkwasser und verbessert die gesundheitliche Lage ganzer Landstriche nachhaltig.
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